Kreisliga 2: Ronahi-Kicker wollten nicht mehr ...


In der Vorsaison sorgte der FC Ronahi mehrmals für negative Schlagzeilen, als einige Spieler wegen Tätlichkeiten oder Schimpftiraden vom Platz flogen. Am ersten nicht witterungsbedingten Spielabbruch der Saison 2006/2007 war Ronahi nun ebenfalls beteiligt: Am Sonntag verließ die dezimierte FCR-Elf im Gastspiel bei Blau-Weiß Ellas den Platz, nachdem der Schiedsrichter fünf Gäste-Akteure des Feldes verwiesen hatte.

Ellas-Obmann Alkiviadis Thomas, dessen Mannschaft zum Zeitpunkt des Abbruches nach einem anfänglichen 0:2-Rückstand bereits mit 3:2 führte, nahm Ronahi anschließend auf Nachfrage von SportNord in Schutz: "Ich habe keine bösen Foulspiele oder körperlichen Übergriffe des Gegners gesehen. Der Schiedsrichter war allerdings etwas kleinlich und hat mehreren Gäste-Spielern, die sich lautstark über seine Entscheidungen beschwerten, die Gelb-Rote Karte gegeben. Unter dem Strich würde ich sagen, man kann diese Platzverweise aussprechen, muss es aber nicht ..."

Ronahis Obmann Deniz Sari erklärte gegenüber SportNord: "Wir hatten, nachdem fünf unserer Spieler vom Platz geflogen waren, keine Lust mehr. Mit nur sechs Mann wollten wir nicht weiterspielen, und das haben wir dem Schiedsrichter auch mitgeteilt!" Dies wiederum ist absolut regelkonform, wie ein Blick in die Durchführungsbestimmungen des Hamburger Fußball-Verbandes zeigt:

Unter 6.4. Vorzeitige Spielbeendigung heißt es dort:
Eine Mannschaft kann das Spiel vorzeitig beenden, wenn sie durch Verletzungen, Hinausstellen oder sonstiges Ausscheiden auf weniger als 7 Spieler (bei 7er-Mannschaften fünf Spieler) reduziert (§ 28 (8), Absatz 2, Satz 1 SpO) ist und das Ergebnis für den Gegner lautet.
Der Wunsch auf eine vorzeitige Beendigung eines Spiels ist dem Schiedsrichter in sportlich korrekter Form durch den Betreuer/Trainer oder ab C-Junioren durch den Spielführer anzuzeigen.
Die Wertung des Spiels regelt sich nach § 28 (8) SpO.



Ob die aufgebrachten Ronahi-Verantwortlichen dem Unparteiischen ihr Anliegen dem Unparteiischen "in sportlichkorrekter Form" mitteilten, ist fraglich. Fakt ist, dass sich Coach Dogan Celik, der erst im Vorsommer vom Voßlocher SV gekommen war, nun nach nur einem Jahr noch vor dem ersten Spieltag wieder von Ronahi verabschiedete. Celik, der jetzt den SV Heiligenstedtenerkamp in der schleswig-holsteinischen A-Kreisklasse Steinburg betreut, sagte abschließend über seinen Ex-Verein: "Dort herrscht zu viel Unruhe, und wegen Disziplinlosigkeiten blieb zuletzt der Erfolg aus!"

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