
(Foto-Credit: Johannes Speckner)
Totgesagte leben länger, heißt es. Und das beweist aktuell auch die FTSV Komet Blankenese: Schien sie in der Winterpause mit nur sechs Punkten auf dem Konto und nach 15 Niederlagen in Folge schon so gut wie abgestiegen, gewann sie danach drei von sechs Punktspielen – und hat nun wieder alle Chancen auf den Klassenerhalt in der Kreisliga 1. „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, erklärte Volker Tausend, Sportlicher Leiter des Traditionsverein. Von SportNord nach den Gründen für den Aufschwung befragt, entgegnete er: „Wir sind ruhig geblieben, als es nicht rund lief – und wir haben im Winter ein paar gute Neuzugänge dazubekommen, die wissen, wo das Tor steht.“
Vorläufiger Höhepunkt war der am vergangenen Sonntag errungene 5:2-Kantersieg gegen Holsatia im Elmshorner MTV – dabei waren die Krückaustädter wohlgemerkt als Tabellen-Fünfter und zumindest noch einer kleinen Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga angereist. „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und verdient gewonnen“, urteilte Tausend, der sich dagegen mit Unbehagen an den vorherigen Heim-Auftritt gegen den Tangstedter SV erinnert: „Da haben wir gut begonnen, bei unserer ersten Großchance aber nur die Latte getroffen – und dann hat der Gegner aus drei Gelegenheiten drei Tore erzielt.“ Am Freitag, 4. April, wartet mit dem Heidgrabener SV II eine hohe Auswärtshürde auf die Blankeneser. „Aber wenn wir alle Mann an Bord haben sollten, sind wir nicht chancenlos“, sagte Tausend – wohl wissend, dass die Personallage oft angespannt ist: „Mehrere unsere Spieler arbeiten im Einzelhandel, was vor allem bei Auswärtsspielen am Sonnabendnachmittag ein Problem darstellt.“
Am Sonntag, 6. April, duellieren sich dann mit dem Moorreger SV und der SV Lieth II die beiden Teams, die aktuell bei Punktgleichheit dank der besseren Tordifferenz (Lieth) beziehungsweise mit einem Zähler mehr (MSV) im Klassement knapp vor dem Vorletzten Komet Blankenese liegen. Die Liether gastieren zudem am Gründonnerstag, 17. April, zu einem „Abstiegs-Krimi“ an der Simrockstraße. Dort werden so oder so zuversichtliche Blicke in die Zukunft geworfen. Denn neben Thomas Lindecke, der das Traineramt im Somme 2024 übernommen hatte, haben auch schon zahlreiche Spieler aus dem aktuellen Kader verlängert – und das unabhängig von der zukünftigen Klassenzugehörigkeit. „Stand jetzt gibt es nur zwei Abgänge“, so Tausend, der auf „ein paar Neuzugänge, die zeitlich flexibel sind, und zukünftig ruhigeres Fahrwasser“ hofft.
(Johannes Speckner)