
Offener Brief
An
Herrn Karaduman
Schiedsrichter (Spvgg. Gr.Flottbek)
Betrifft: Die Landesligabegegnung Buchholz 08 - TSV Stellingen 88 vom 04.12.05
Sehr geehrter Herr Karaduman,
leider müssen wir diesen Weg der Konversation wählen, da Sie nach dem Spiel
nicht mehr zu sprechen waren und unserem Trainer, der es versucht hatte, unmissverständlich klar machten (mit einer eindeutigen Handbewegung), dass unser Trainer Ihre Kabine zu verlassen habe. Obwohl in Anwesenheit Ihrer Schiedsrichterassistenten und dem Schiedsrichterbeobachter, auch durch Sie, wohl fest zu stellen war, dass die Emotionen die während des Spieles und auch kurz danach hochgingen, längst wieder auf normale Betriebstemperatur abgekühlt waren. Also hätte es der schroffen Art, die Sie gewählt haben überhaupt nicht bedurft.
Nun zu unserem eigentlichen Anliegen:
Den Trainern, Betreuern und sonstigen Beteiligten wird immer wieder vor Augen gehalten, dass sie durch unstetes Verhalten jeglicher Art dazu beitragen, dass ein Spiel eskaliert, was ohne Zweifel bestimmt des Öfteren vorgekommen ist, aber haben Sie sich, vor unserem Spiel, einmal darüber Gedanken gemacht, was passiert wenn ein Schiedsrichter durch sein Auftreten und die Art und Weise wie er pfeift ein Spiel völlig aus den Fugen geraten lässt?
Was war eigentlich geschehen:
In der 20. Minute bekam unser Spieler Rene Werner eine Stiefelspitze ins Gesicht und ging zu Boden. Der Gegner schlug den Ball fairer Weise ins aus und Sie unterbrachen das Spiel, gaben das Zeichen zu unserer Bank für den Einsatz der Helfer. Da unser Trainer nicht mehr der Schnellste ist, nahm ein Spieler von uns die Kühlbox, rannte zum Verletzten und der Trainer hinter her. Angekommen beim Verletzten, verwiesen Sie unseren Trainer des Platzes, dass obwohl er ausgebildeter Ersthelfer ist. Ihrer Argumentation, dass nur ein Physiotherapeut auf den Platz darf ist nachweislich der DFB Statuten falsch (siehe Link) Seite 89 - Die technische Zone. Warum muss dann auch jeder Trainer einen Rote Kreuz Kurs besuchen, wenn dann nicht geholfen werden kann. Wohlweislich, es waren zwei Personen zum Helfen auf dem Platz bei einer Kopfverletzung.
In der 30.Minute, unmittelbar vor unserer Auswechselbank, ca. 10-15m entfernt,
sackt auf einmal unser Spieler Mpanzu Kiala im Spurt zusammen, der Ball wird hinaus geschlagen, Sie pfeifen ab, der Trainer will dem Spieler helfen der augenscheinlich Aduktorenprobleme hat (er hat einen Muskelfaserriss). Erneut verweisen Sie unseren Trainer vom Platz und das obwohl das Spiel unterbrochen war, Sie das Zeichen gaben und er diesmal allein auf den Platz kam (allerdings ohne Kühlbox). Stattdessen mussten dann hernach ein Ersatzspieler zusätzlich auf den Platz um unseren Verletzten vom Platz zu führen.
Das Spiel, welches meines Erachtens sehr fair, aber kampfbetont gewesen ist
(das war auch die einhellige Meinung der 285 Zuschauer und des Gegners) wurde in der 1.Halbzeit von Ihnen sehr gut geleitet, aber dann entglitt Ihnen das Spiel immer mehr (warum auch immer) und es wurden nicht nach vollziehbare Entscheidungen gefällt. Unsere Mannschaft erhielt von Ihnen:
7 gelbe Karten, 1 gelb/rote Karte, 1 rote Karte und 3 Elfmeter gegen sich,
während Buchholz auf eine gelbe Karte kam. Jetzt kann der geneigte Leser sagen, na klar - Stellingen hat auf alles getreten was sich bewegte und hat dann eben die Quittung bekommen. Weit gefehlt. Der Trainer von Buchholz sagte im SpoMi aus, dass Stellingen eine gute Mannschaft hat, die man eben nicht mal eben so schlägt. Kein Wort von Härte, von Unfairness, geschweige denn von einer defensiven Zerstörertruppe.
Noch lange nach dem Spiel, sprachen wir mit den Buchholzer Zuschauern, aber niemand sagte uns nach, dass wir unfair gespielt hätten. Ganz im Gegenteil, selbst die Zuschauer waren sehr über einige Ihrer Entscheidungen verwundert (warum freute sich denn keiner bei Ihrem letzten Elfmeterpfiff? Es war Totenstille ob der Verwunderung).
Nun zum Höhepunkt des Spieles:
In der 80.Minute wird ein Buchholzer Spieler mit einem Pass in die Tiefe unseres Strafraumes geschickt, unser Torwart Marc Schumann rennt dem Ball entgegen und schlägt, rutschend, diesen 2m bevor der Angreifer an denselben kommen kann, ins Seitenaus. Der Gegenspieler kann nicht abbremsen und fällt dann über unseren Torwart. Das sind die Fakten. Nun ertönt Ihr Pfiff, alle