
(Foto-Credit: Johannes Speckner)
Nachdem TBS Pinneberg in der vergangenen Woche durch ein Urteil des Sportgerichts des Hamburger Fußball-Verbandes infolge des Spielabbruchs beim FC Union Tornesch einen Drei-Punkte-Abzug hinnehmen musste, versuchten die Verantwortlichen der Kreisstädter, in Jenfeld zwei Zähler am „Grünen Tisch“ zu bekommen. Die TBS-Führung legte nämlich Protest gegen die Wertung des 1:1-Unentschiedens, das es am vergangenen Sonntag im Rahmen des 26. Spieltages der Landesliga Hammonia beim SSV Rantzau gegeben hatte, ein.
Der Grund dafür: Ihrer Auffassung nach waren Alexander Hollm und Justin Bovenzi, die bei den Barmstedtern in der 46. beziehungsweise 91. Minute eingewechselt wurden, nicht spielberechtigt, weshalb sie eine 3:0-Umwertung zu ihren Gunsten forderten. Der Verband entschied jedoch äußerst zügig, dass die Rantzauer die beiden Akteure rechtmäßig einsetzten, nachdem sie unmittelbar zuvor bereits in der Kreisliga 1 zum 7:1-Kantersieg der Reserve gegen den Moorreger SV beigetragen hatten, und wies den Protest ab. „Die Punkte sollten auf dem Platz erkämpft werden und nicht, wenn es dort nicht reicht, am ‚Grünen Tisch‘“, hieß es auf der Facebook-Seite der Rantzauer.
Dort fügte SSV-Trainer Marcus Fürstenberg süffisant hinzu, dass dies von TBS-Seite „gefühlt der zwölfte Einspruch in dieser Saison“ gewesen sei. „Wir sagen nicht ab, wenn wir mehr als sieben verletzte beziehungsweise kranke Spieler haben, sondern füllen mit Spielern aus unserer 2. Herren, die in der Kreisliga aktiv ist, auf – auch wenn nur zwölf Akteure der Liga-Mannschaft fit waren.“ Abschließend gab er den Pinnebergern noch einen Ratschlag mit auf den Weg: „Wenn sie es trotz unserer zahlreichen Ausfälle nicht schaffen, drei Punkte gegen uns zu holen, sollten sie vielleicht lieber nicht für die Oberliga melden.“
Im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga Hamburg musste sich am vergangenen Sonntag neben den Pinnebergern auch der FK NIkola Tesla mit einem 0:0-Unentschieden bei Union Tornesch begnügen. Somit liegen die „Teslaner“ als Spitzenreiter weiterhin zwei Zähler vor TBS und neuerdings auch vor dem Rang-Dritten SV Rugenbergen, der mit seinem 4:0-Sieg gegen den SC Victoria Hamburg II zum Gewinner des Wochenendes in der Hammonia-Staffel wurde und nach Punkten mit den Pinnebergern gleichzog.
(Johannes Speckner)