
„Das sind alte Kamellen.“ Florian Blaedtke, Spielertrainer des TSV Uetersen, sah vor dem am Freitagabend anstehenden A-Kreisklassen-Spiel beim Tangstedter SV „keine besondere Brisanz“. Dabei war die Tangstedter Reserve am Ende der vergangenen Saison auch aus der A-Kreisklasse 5 in die B-Kreisklasse abgestiegen, weil die Uetersener am 25. Mai in ihrem letzten Saisonspiel bei SuS Waldenau II beim Stand von 0:9 zur zweiten Halbzeit nicht mehr antraten (SportNord berichtete). Deshalb schafften die Rosenstädter als Tabellen-14. den Ligaerhalt, während Tangstedt II bei Punktgleichheit aufgrund seiner um zwei Treffer schlechteren Tordifferenz als Rang-15. abstieg. Nun nutzte die Tangstedter Liga-Mannschaft die Chance zur Revanche, indem sie einen 5:1-Kantersieg feierte.
Auf dem Kunstrasenplatz am Hasloher Weg bezwang Nikolas Haker den erfahrenen Sascha Blaedtke, der zum zweiten Mal in Folge im Uetersener Gehäuse aushalf, schon in der fünften Minute zum 1:0. Darauf folgte zunächst der Ausgleich: Ionut-Nicusor Popescu passte nach einer feinen Einzelleistung in die Spitze zu Daniel Höfer, der zum 1:1 traf (15.). Danach jubelten aber nur noch die Tangstedter: Schiedsrichter Thomas Hübner (Kickers Halstenbek) sprach ihnen gleich zwei Elfmeter zu, von denen laut Florian Blaedtke „der erste fragwürdig und der zweite berechtigt“ war. Fakt ist: Haker (26.) sowie Marc Schmidt (28.) verwandelten jeweils. Dann köpfte Fabian Kiesel eine Rechtsflanke von Marvin Flegel vor dem herumirrenden Gäste-Akteur Rustam Nizamutdinov zum 4:1-Pausenstand ein (34.).
Im zweiten Durchgang legte Schmidt noch zwei Tore zum 6:1-Endstand nach (54./70.). „Wir haben uns einfach zu viele Fehler erlaubt – und die werden auch in der A-Klasse bestraft“, weiß Florian Blaedtke, der einzig Mohamed Abdul-Rahman („Er hat Gas gegeben“) sowie seinen Zwillingsbruder aus der Kritik ausnahm. Denn Sascha Blaedtke verhinderte mit einigen starken Paraden, dass sich die Tangstedter mit einem noch deutlicheren Ergebnis revanchierten.