Bezirksliga Nord: Alsterbrüder siegen verdient beim VfL 93


Nur drei Tage nach dem 2:2 im Nachholspiel gegen den SC Sperber blieb der gastgebende VfL 93 gegen den FC Alsterbrüder nach neun Partien ohne Niederlage erstmals wieder ohne Punkte. Der Schritt aus der Abstiegszone misslang gegen einen Gegner, der spielerisch mehr zu bieten hatte und dann noch von eklatanten Fehler des VfL 93 profitierte. Für die Alsterbrüder war es ein enorm wichtiger Dreier, der das Team von Trainer Ulrich Brüning mit nun 25 Zählern auf dem Konto erst einmal durchatmen lässt und den Abstand auf die Abstiegsplätze ein wenig anwachsen ließ.

Die ersten 45 Minuten des Spiels waren arm an Höhepunkten. Erwähnenswert in dieser Hinsicht war in dieser Hinsicht die Riesenchance von Florian Samek, der nach sieben Minuten perfekt von Benjamin Marschall angespielt, rechts im Alsterbrüder-Strafraum frei zum Schuss kam, diesen dann aber recht kläglich links am Tor vorbeisetzte. Noch größer war die Gelegenheit, die sich nach 23 Minuten den Gästen bot, als Noah Freyer nach einem wirklich schönen Angriff der Gäste aus nur fünf Metern den Ball nicht an VfL-Keeper Patrick Heidt vorbeibekam. Ansonsten war ein spielerisches Übergewicht der Gäste zu erkennen, die den Ball ab und an gut in den eigenen Reihen zirkulieren ließen. Aber sie machten daraus zu wenig, um wirklich für große Gefahr zu sorgen. Nennenswert war da noch die Szene, als Noah Freyer (Neuzugang vom 1. FC Eimsbüttel) erst im letzten Moment im VfL-Strafraum fair vom Ball getrennte werden konnte (30.).

Im ähnlichen Trott verlief die erste Viertelstunde im zweiten Spielabschnitt. Der VfL 93 zeigte sich offensiv bemüht, aber alles in allem zu harmlos, um die sichere Abwehr des FCA vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Auf der anderen Seite hatte Max Janta Pech, als er von Felix Niebuhr angespielt aus 25 Metern abzog, der Ball aber von der Unterkante der Latte ins Feld zurücksprang (51.).
In einer Phase, als eigentlich wenig passierte, läutete VfL-Schlussmann Patrick Heidt die spätere Niederlage der Hausherren ein. Ohne Druck auf ihn zögerte Heidt, den Ball aus dem eigenen Sechzehner zu schlagen, bis dann Luca Drude ihm die Kugel abnahm, kurz auf Matthias Schwarz querlegte, der dann zur 1:0 Führung in die Maschen traf (66.).

Damit wären wir dann auch beim auffällig starken Mittelfeldakteur Schwarz, der den Alsterbrüdern im Winter „zugelaufen“ war. Der jetzt 30jährige spielte bis Mitte 2016 beim Dritt-, dann Regionalligisten Kickers Offenbach. Von 2011 bis 2013 brachte er es auf 130 Einsätze in der Dritten Liga. Zuvor erwarb er sich u.a. 2008/2009 Meriten beim Zweitligisten FC Ingolstadt. Ein Blick auf transfermarkt.de lohnt sich fürwahr! Nun zog es Schwarz in die Hansestadt, wohnt in Alsterbrüder-Nähe und landete aufgrund guter Kontakte an der Gustav-Falke-Straße, wo er mit ein bisschen weniger Aufwand als früher wieder seiner sportlichen Leidenschaft fröhnt.

Zurück zum Bezirksligaspiel. Der plötzliche 0:1 Rückstand bekam den Hausherren überhaupt nicht. Die Alsterbrüder übernahmen nun endgültig das Kommando und erhöhten durch einen Kopfball von Torben Kraft nach einer Ecke auf 2:0 (70.). 120 Sekunden später vertändelte Stefan Reichel den Ball 35 Meter vorm eigenen Tor. Jannik Gramsch schnappte sich die Kugel und vollendete eiskalt zum 3:0.
Gegen nun desillusionierte VfL-Akteure vergab der FC Alsterbüder noch die eine oder andere Chance und freute sich zu Recht nach dem Schlusspfiff über den wichtigen und auch vollkommen verdienten Sieg.





hvp

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