
In der Zweiten Bundesliga ist das Spiel am Montagabend seit vielen Jahren eine feste Gewohnheit. Am Montag, 22. November, rollt nun auch in der Regionalliga Nord der Ball: Die KSV Holstein Kiel gastiert im Rahmen des 15. und drittletzten Hinrunden-Spieltages bei Hannover 96 II. Um 18.30 Uhr ertönt der Anpfiff in der großen AWD-Arena, wo zuletzt am Sonnabend der Hamburger SV bei der Ersten Mannschaft der 96ziger mit 2:3 verloren hatte.
Die Kieler „Störche“ reisen als Favorit an die Leine, schließlich sind sie seit fünf Runden ungeschlagen und holten aus den jüngsten vier Partien zehn von zwölf möglichen Punkten. Zuletzt konnte sich Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit am vergangenen Mittwoch über einen 5:0-Kantersieg gegen den Neuling TSV Eintracht Braunschweig II freuen. Nach den Ergebnissen vom Wochenende liegen die Schleswig-Holsteiner mit 22 Punkten auf dem achten Platz; sollten sie in Hannover gewinnen, würden sie aber einen Sprung auf Rang fünf machen – und würden erstmals seit dem fünften Spieltag wieder dort stehen, wo sie laut offiziellem Saison-Ziel hin wollen. Zudem wollen die Kieler den Rückstand auf ihren Landes-Rivalen VfB Lübeck (3.), bei dem sie am Sonnabend, 27. November, gastieren, vor dem Anpfiff des Derbys von momentan acht Zählern auf fünf Punkte verkürzen.
Bei der 96-Reserve musste Coach Andreas Bergmann, einst Coach beim FC St. Pauli (von 2003 bis November 2006) und in der vergangenen Saison auch Übungsleiter der Ersten Hannoveraner Mannschaft (von August 2009 bis Januar 2010), zuletzt am 13. November eine 0:1-Heimpleite gegen Lübeck hinnehmen. Zuvor hatten die Niedersachsen zwei Siege gefeiert – insgesamt fehlt es dem jungen Team aber an der nötigen Konstanz. Als Tabellen-13. hat die Bergmann-Elf momentan nur zwei Plätze und vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Ganz besonders motivier zu Werke gehen dürfte in der AWD-Arena der Stürmer Jaroslav Lindner, wechselte er doch erst im Sommer 2010 von Hannover, wo er 59 Regionalliga-Einsätze und ein Bundesliga-Spiel absolvierte, nach Kiel. Defensivmann Sofien Chahed (Leisten-Operation) verpasst das Duell mit seinem Ex-Klub dagegen.
Beachtlich: Die letzten vier Pflichtspiele gegen die Zweite Mannschaft der „Roten“ konnten die Kieler allesamt gewinnen. In der Saison 2007/2008 gab es in der alten Oberliga Nord zwei 1:0-Siege, zuletzt in der Spielzeit 2008/2009 in der Regionalliga Nord setzten sich die Fördestädter mit 3:1 (in Hannover trafen Tim Wulff/2 und Alexander Nouri für die Kieler) und 2:0 (daheim waren Michael Holt und Marco Stier erfolgreich) durch. Naturgemäß nicht so gut sieht die Bilanz der KSV Holstein gegen die Erste Mannschaft der Hannoveraner aus: Von bisher 16 Pflichtspielen gewannen die Kieler nur vier und neben ebenfalls vier Unentschieden gab es acht 96-Siege. Die letzten Duelle gab es in der Saison 1980/1981 in der alten Zweiten Bundesliga Nord, und beide Partien gingen an die Niedersachsen (3:1 in Hannover, 2:0 in Kiel).
(JSp)