Oberliga 2: NTSV gewinnt mit jungen Wilden am Reinmüller

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Hielt den Sieg für den Niendorfer TSV fest: Tobias Grubba.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

Kurz und knapp: Zwischen dem HEBC und dem Niendorfer TSV gab es am Sonntagvormittag eine gute, taktische Partie. Leider arm an Torraumszenen. Beide Abwehrreihen funktionierten grundsätzlich sehr gut. Und zeigten gegenseitig viel Respekt. Sehr wertschätzend äußerte sich NTSV-Trainer Ali Farhadi nach dem Abpfiff: „Gerade ist mein Mitgefühl für Özy größer, als meine Freude über den Sieg.“ Mehr Wertschätzung kann man eigentlich gegenüber dem HEBC und dessen Coach Özden Kocadal, der von 2008 bis 2017 noch für die Niendorfer gekickt hatte, gar nicht ausdrücken!


Die Partie wurde dennoch von Niendorfer Seite robust geführt. HEBC-Verteidiger Dario Ivanko wurde kurz nach der Pause angeschlagen ausgewechselt. Die jungen Niendorfer Spieler Aljoscha Behrmann und Martin Fedai zeigten häufig ihre Zweikampfstärke. Dieses robuste Auftreten, gepaart mit den ohnehin großartigen technischen Fertigkeiten, machte die Gäste stark. Farhadi: „Ich bin mächtig stolz auf die Jungs. Es macht gerade richtig viel Spaß mit der Mannschaft. Die haben immerhin sogar gegen einen Spieler wie Janosch Rinckens wenig zugelassen.“


Rinckens blieb tatsächlich blass. Aber andererseits war der HEBC in der ersten Halbzeit deutlich überlegen. Klare Chancen blieben trotzdem Mangelware. Tjorven Köhler besaß die erste Gelegenheit (16.) und schoss die Kugel aus fünf Metern neben das Tor. Die größte Möglichkeit hatte Maximilian Priebe, als er im Gewühl nach einer Ecke mit viel Gewalt am Torschuss gehindert wurde (35.). Da wäre ein Strafstoß im Bereich möglicher Entscheidungen gewesen. Aber Schiedsrichter Max Beyer blieb stumm. Er zog seine Linie konsequent bis zum Ende durch. Ließ vieles laufen.


Lange Zeit war es ein typisches Null-zu-Null-Spiel. Dann folgte die entscheidende Ecke für Niendorf, die der eingewechselte Eimsbütteler Lion Jodeit unglücklich verlängerte. Theo Behrmann lauerte und staubte ab (73.). Danach probierte HEBC-Trainer Kocadal viele Optionen aus. So wechselte er mit Malte Wilhelm einen weiteren, ehemaligen Niendorfer ein.  Die beste Gelegenheit erhielt Alan Muto (90.). Völlig frei war er plötzlich vor NTSV-Torwart Tobias Grubba, der den Abschluss von Muto überragend ins Seitenaus lenkte. Damit endete ein Spiel mit zwei sehr guten Defensivreihen und zwei technisch guten Teams.


(Stefan Knauß)

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