Aktuell: HFV verwehrt zehn Teams den Aufstieg


Am letzten Juli-Wochenende begann sie, die Punktspiel-Saison 2018/2019 im Hamburger Amateur-Bereich. Tausende Kicker jagen dem runden Leder hinterher im Kampf um Siege und Tore ‒ aber natürlich auch im Ringen um Meisterschaften sowie Aufstiege. Durch sechs Rückzüge, die in den vergangenen beiden Wochen erfolgten, hätten im Nachklapp der vergangenen Saison 2017/2018 noch zehn (!) Mannschaften mehr den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse vollziehen können. Doch weil der Hamburger Fußball-Verband auf die jüngsten sechs Abmeldungen nicht mehr reagierte und die Ligen, aus denen es Rückzüge gab, nicht mehr auffüllte, starteten nun sechs Spielklassen mit lediglich 15 Teams in die neue Spielzeit. Was daran sinnvoll sein soll ‒ gerade im Hinblick darauf, dass während einer laufenden Saison noch weitere Abmeldungen drohen ‒, erschließt sich nicht.

Am ärgerlichsten ist der Umstand, dass der HFV nicht mehr auf den Rückzug des SV Curslack-Neuengamme II aus der Bezirksliga Ost, der bereits am vergangenen Wochenende bekanntgegeben worden war (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), reagierte. Dadurch treten in der Ost-Staffel nur 15 Teams an und pro Spieltag hat jeweils ein Team spielfrei ‒ zum Auftakt war dies der Neuling TSV Wandsetal. Leidtragender dieser HFV-Verfahrensweise war der TuS Berne II, der die vergangene Serie als Kreisliga-Vizemeister mit dem fünftbesten Punkte-Quotienten abgeschlossen hatte und dem nun ein nachträglicher Aufstieg verwehrt blieb. Stattdessen startete die Berner Reserve am Freitagabend mit einem 1:0-Sieg beim FC Eintracht Norderstedt II in die neue Saison in der Kreisliga 6.

In der Kreisliga 6 wäre, wenn Berne II noch nachträglich in die Kreisliga aufgestiegen wäre, ein Platz frei gewesen. In den Kreisliga-Staffeln 1 und 4 wurde bereits Mitte Juli (!) ebenfalls jeweils ein Platz frei, was daran lag, dass sich der FC Haak Birund der SC Hamm 02 unisono aus der Kreisliga 4 abmeldeten. Darauf reagierte der HFV jedoch nicht etwa mit zwei weiteren Aufsteigern, sondern lediglich, indem er Fatihspor aus der Kreisliga 1 in die Parallelstaffel 4 versetzte, damit dort nicht nur 14 Teams antreten. Ein nachträglicher Aufstieg verwehrt wurde dem TuS Hamburg II, der die Saison 2018/2019 als A-Kreisklassen-Vierter mit dem schlechtesten Punkte-Quotienten abgeschlossen hatte ‒ dabei hatten sich die Verantwortlichen der TuS-Reserve nach dem Aus für Haak-Bir schon über ihren nachträglichen Aufstieg gefreut.

Auch der Eimsbütteler TV III (Übernahme des Platzes, den sich seine Viertvertretung erspielte) und der TuS Berne IV (ursprünglich Drittvertretung) als A-Klassen-Fünftplatzierte mit dem besten beziehungsweise dem zweitbesten Punkte-Schnitt hätten noch nachträglich aufsteigen können. Alternativ möglich gewesen wäre zudem eine Wiederaufnahme des Hamm United FC II in die Kreisliga 4, der er zuletzt angehörte, dann aber wegen einer von den Verantwortlichen zu spät vorgenommenen Meldung für die neue Saison in die B-Kreisklasse abstürzte. Die Realität sieht jedoch so aus, dass die TuS-Reserve in der A-Kreisklasse 8 verharrte und dort am Sonntag beim SV Barmbek mit 0:5 verlor, während Berne IV, das wie die Zweite Mannschaft seines Vereins benachteiligt wurde, am Sonnabend in der A-Kreisklasse 4 dem FC Dynamo Hamburg mit 1:4 unterlag. Derweil feierte die ETV-Dritte in der A-Kreisklasse 4 einen 8:0-Kantersieg gegen den SC Sternschanze V und die HUFC-Reserve gewann in der B-Kreisklasse 2 kampflos bei der FSV Harburg-Rönneburg II.

In den A-Kreisklassen-Staffeln 4, 5 und 7 gehen ebenfalls jeweils nur 15 Teams an den Start, weil sich der FC Schnelsen (bereits am 11. Juli), der FC Elmshorn II und der Eimsbütteler TV IV zurückzogen. Nach dem Aus des FC Schnelsen hätte der HFV übrigens noch sage und schreibe 16 (!) Tage Zeit bis zum Beginn des ersten Spieltages gehabt, um ein Team nachrücken zu lassen. Insgesamt wurde sechs Mannschaften die Chance, nachträglich aus der B- in die A-Kreisklasse aufzusteigen, verwehrt. Hierbei handelt es sich um den Niendorfer TSV VI als letzten in der B-Kreisklasse verbliebenen Siebtplatzierten der vergangenen Saison sowie die Achtplatzierten Meiendorfer SV II, 1. FC Quickborn III, Oststeinbeker SV II, SV West-Eimsbüttel II und FSV Harburg-Rönneburg. Auch hier wäre alternativ eine Eingliederung des Hamm United FC II zumindest in die A-Kreisklasse, um der HUFC-Zweiten einen Neubeginn in der untersten Klasse zu ersparen, möglich gewesen, vom HFV aber nicht durchgeführt.

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