Bezirksliga 1: FCE fertigt TBS ab

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Wurde nur eingewechselt: Der Elmshorner Flügelspieler Emmanuel Kwakye.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

Daniel Witt weigert sich weiterhin beharrlich, das Saisonziel, das er „im internen Kreis vor dem ersten Spieltag kundtat“, der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nachdem sein FC Elmshorn am Freitagabend einen 5:1-Kantersieg gegen den Titelanwärter TBS Pinneberg feierte, ließ sich der Sportliche Leiter aber immerhin eine forsche Aussage entlocken: „Wer uns jetzt im Kampf um die vorderen Plätze nicht auf dem Zettel hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.“ Hilflos wirkte derweil phasenweise das Team von TBS-Trainer Andjelko Ivanko, das an der Wilhelmstraße deutliche Defizite in den Punkten Schnelligkeit und Kampfgeist offenbarte.


Zunächst einmal überraschte FCE-Coach Hesham Hassan nahezu alle Beteiligten damit, dass er mit Torjäger Hasan Mercan und dem schnellen Flügelspieler Emmanuel Kwakye zwei seiner erfahrensten Akteure zunächst einmal auf der Bank ließ. Dies begründete Witt damit, dass sowohl Mercan, „der neben seiner Tätigkeit in einem Wettbüro nun noch eine zweite Arbeit hat“, als auch Kwakye „aus beruflichen Gründen in der vergangenen Woche nicht im gewünschten Umfang mittrainiert haben“. Und die Spieler, die an ihrer Stelle in der Start-Elf standen, legten ein enormes Tempo vor: „20 Minuten konnte unser Gegner läuferisch mithalten, dann haben wir ihn geradezu überrannt“, stellte Witt zufrieden fest.


Einen Hoffnungsschimmer für Ivanko und die Gäste gab es, als Ersen Asani mit einem Kopf den 1:1-Ausgleich erzielte (25. Minute). Die Krückaustädter, für die kurz zuvor der agile Dennis Altergott eine schöne Kombination mit dem 1:0 gekrönt hatte (21.), ließen sich davon jedoch nicht beirren. Stattdessen spielten sie weiter couragiert nach vorne und hatten das Glück des Tüchtigen, als ein satter Schuss von Segen Sevinc so abgefälscht wurde, dass er die 2:1-Pausenführung bedeutete (37.). Im zweiten Durchgang musste TBS-Torwart Andre Alves Lopes, der in der vergangenen Woche Vater geworden war, dann noch drei weitere Male hinter sich greifen: Der eingewechselte Mercan traf selbst (60.) und bereitete zudem die Tore von Ayham Kado (51.) sowie Altergott (86.) vor.


„Wir hätten am Ende sogar noch höher gewinnen können“, urteilte Witt, der aber den vergebenen Chancen und einigen umstrittenen Abseitsentscheidungen von Schiedsrichter Jann Philipp Dammaß (TuRa Harksheide) nicht hinterhertrauern wollte: „Wir sind auch so absolut zufrieden.“ Nun fiebern alle Elmshorner dem am Freitag, 8. Oktober anstehenden Derby bei der SV Lieth entgegen. „Da wollen wir die nächsten drei Punkte holen“, machte Witt aus seiner Zielsetzung für das Gastspiel am Butterberg keinen Hehl.

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