Holsten-Pokal: HR-Reserve schlägt Bayram

Army
Der Hetlinger Liga-Trainer Burak Bayram (rechts), der bei der Reserve als Spieler aushalf, im Dreikampf mit den Halstenbekern Aaron Tjark Wittorf (links) und Paul Schäfer.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

In der Zweiten Runde des Holsten-Pokals hatte die SV Halstenbek-Rellingen II (Kreisliga 6) noch das Glück, dass sie die klassentiefere (!) FTSV Komet Blankenese II (A-Kreisklasse 5) empfangen durfte. Komet-Fußball-Abteilungsleiter Volker Tausend hatte vergeblich versucht, einen Heimrechttausch beim Hamburger Fußball-Verband zu erreichen, und nach der 2:3-Niederkage auch darauf verzichtet, Protest einzulegen und eine Neuansetzung zu erreichen: „Unsere Mannschaft hat sich teuer verkauft – jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga.“


In der Dritten Runde des Holsten-Pokals reiste die HR-Reserve dann so, wie es die Regularen – sofern sie der HFV denn auch beachtet – eigentlich vorschreiben, zu einem klassentieferen Gegner. Beim Hetlinger MTV II (A-Kreisklasse 1) behauptete sich die U23 der „Baumschuler“ am Ende verdient mit 3:1. Allerdings galt dabei für den Favoriten, dass aller Anfang schwer ist: Im Deichstadion erwischten die Hausherren den besseren Beginn, was sich auch im Ergebnis bemerkbar machte, da Calvin Plambeck mit einem 20-Meter-Schuss das 1:0 erzielte (14. Minute). Mit zunehmender Spielzeit kamen die Halstenbeker aber besser in die Partie und zum 1:1-Ausgleich (34.).


Im zweiten Durchgang kippte die Partie dann endgültig zugunsten der Gäste, was auch daran lag, dass in den Reihen der Hetlinger einige Akteure für eine permanente Unruhe sorgten. Plambeck sah wegen eines Fouls die Gelbe Karte und als HMTV-Trainer Vlado Bogner die Frage eines Verteidigers, welches System denn in Unterzahl gespielt werden solle, nicht klar beantwortete, gab es kurzerhand eine deutliche Ansage von Burak Bayram. Der Hetlinger Liga-Coach, der seine aktive Karriere eigentlich vor zwei Jahren beendet hatte, gab nun seinen Wiedereinstand und auf dem Platz zahlreiche Kommandos.


HMTV-Torwart Ali Topkoc, der in der Ersten Runde beim Sieg gegen den Kreisligisten SV Lurup II (6:5 nach Elfmeterschießen) schon stark gehalten hatte, vereitelte einige Gäste-Chancen, ehe Sören Darius eine Flanke zum 1:2 nutzte (67.). In der Folge trat die Unzufriedenheit einiger Hetlinger Akteure immer deutlicher zutage. So handelte sich auch Flemming Christiansen noch „Gelb-Rot“ ein (69.) und verpasste auf seinem Weg in die Kabine der Werbebande, die den neuen Kunstrasen-Trainingsplatz säumt, noch einen kräftigen Tritt. Auf der Gegenseite brachte Ex-Oberliga-Spieler Bayram das „Kunststück“ fertig, einen Freistoß von links in die Zwei-Mann-Mauer der Halstenbeker zu setzen (81.). Trotzdem wehrte sich die HMTV-Reserve auch zu neunt nach Kräften, ehe Beck in der Schlussminute mit seinem zweiten Tor des Tages und dem 1:3-Endstand alles klarmachte.

 Redaktion
Redaktion Artikel