Kreisliga 7: Koopmann klagt Dösselmann an


Wie SportNord bereits berichtete, trat Stefan Dösselmann am gestrigen Mittwoch von seinem Traineramt beim TV Haseldorf (Tabellen-Fünfter der Kreisliga 7) zurück, nachdem er nach eigener Aussage von einem Spieler der Zweiten Haseldorfer Mannschaft (Kreisklasse 4) „beleidigt“ wurde (siehe unten verlinkten Bericht).

Der Haseldorfer Fußball-Spartenleiter Kasimir Koopmann betonte auf Nachfrage von SportNord: „Ich bin sehr enttäuscht von Dösselmann. Bis zum gestrigen Mittwoch haben wir sehr gut zusammengearbeitet und er hat von Huckfeld und mir auch volle Rückendeckung bekommen!“ Dass der Trainer dennoch seinen Hut nahm, veranlasste Koopmann zu folgender Spekulation: „Da steckt wohl etwas anderes hinter, vielleicht ein Angebot eines anderen Vereins. Klar ist: Er will mehr, und er kann auch in einer höheren Liga arbeiten!“ Koopmann betonte, dass er im Schlosspark alles versucht habe, um Dösselmann ein gutes Umfeld zu bieten: „Ich dachte, er wäre glücklich bei uns, denn ich habe auch das, was eigentlich nicht menschenmöglich war, möglich gemacht! Im Gegenzug hat Dösselmann mir auch neben der Trainingsarbeit sehr viele Aufgaben abgenommen!“

Vor allem, weil die Harmonie zwischen Dösselmann und Jan-Henrik Heinitz, dem TVH-Reserve-Trainer, nicht mehr stimmte, wurde Heinitz am vergangenen Sonntag entlassen. Wird dieser Schritt nun rückgängig gemacht? „Nein, dann würde ich doch mein Gesicht verlieren“, so Koopmann, der klarstellte: „Wir müssen jetzt erst einmal den Trainermarkt sondieren!“ Ein Übungsleiter meldete sich bereits von sich aus bei Koopmann und wird sich am Donnerstag am Schlosspark vorstellen. Ob und wie es beim TVH weitergeht, ist aber fraglich: „Ich habe immer befürchtet, dass wir, wenn Dösselmann geht, auch sechs oder sieben Spieler verlieren, die nicht von hier sind, sondern von Dösselmann mitgebracht wurden“, so Koopmann, der zu bedenken gab: „Ich weiß nicht, inwieweit diese Akteure noch ihre Pflicht bis zum Saisonende erfüllen werden!“ Als Interimstrainer kann sich Koopmann auch den erfahrenen Stürmer Martin Skowronek vorstellen: „Ich werde mit ihm darüber reden ...“

Koopmann stellt nun auch seine eigene Zukunft infrage: „Ob ich weitermache, ist fraglich. Ich habe zu viel Herzblut und Arbeit reingesteckt, als dass ich mich jetzt mit einer Theken-Mannschaft herum ärgere ...“ Koopmann will in Kürze die „Vertrauensfrage stellen“ und betonte: „Spielern, die keine 30 Meter geradeauslaufen können, werden wir in Haseldorf weiterhin kein Geld bezahlen. Wenn jetzt Spieler gehen, müssen wir eben zur Not unsere Zweite Mannschaft abmelden. Absteigen wird unsere Erste Mannschaft sicher nicht mehr ...“(JSp)

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