
Hinfahren, knapp gewinnen, Mund abputzen, und mit drei Punkten nachhause fahren. Im Stile eines Spitzenreiters hat die KSV Holstein Kiel am Sonntag beim Chemnitzer FC gewonnen und durch das gleichzeitige 2:2-Unentschieden des zweitplatzierten Halleschen FC bei Türkiyemspor Berlin ihren Vorsprung in der Tabellenspitze der Regionalliga Nord auf vier Punkte ausgebaut.
„Kämpferisch haben wir eine gute Leistung gezeigt – dass es für uns schwer werden würde, war klar. Ich bin mit dem Auftreten meiner Mannschaft aber absolut zufrieden“, freute sich Holstein-Coach Falko Götz. Im Stadion an der Gellerstraße, in dem am Mittwoch, 1. April, Altona 93 zum Nachholspiel antreten muss, bewahrte KSV-Keeper Michael Frech sein Team vor einem frühen Rückstand. Nachdem Christian Jürgensen den vor ihm laufenden Benjamin Bolze, nachdem dieser in den Gäste-Strafraum eingedrungen war, zu Fall gebracht hatte, gab es Elfmeter für die Hausherren. Den von Jörg Emmerich getretenen Strafstoß wehrte Frech aber glänzend ab.
Dann wogte die Partie hin und her: Zunächst scheiterte Sven Boy nach einem Freistoß am CFC-Keeper Sebastian Klömich, und nach dem folgenden Konter der Chemnitzer musste Holstein-Verteidiger Kevin Schulz in höchster Not per Kopf zur Ecke klären. Nach dem folgenden Eckstoß strich ein Kopfball von Sascha Thönelt nur knapp über die Latte (12.). Anschließend konnten die Kieler das Geschehen etwas beruhigen. Nach einem Freistoß von Marco Stier war es der aufgerückte Verteidiger Boy, der seine zweite Chance nutzte und per Flugkopfball das 0:1 erzielte. Die Chemnitzer, die noch um den Klassenerhalt kämpfen müssen, rackerten nach dem Rückstand unermüdlich weiter.
Die beste Chance zum 1:1 vergab nach dem Seitenwechsel CFC-Stürmer Stefan Kellig. Dadurch, dass die Hausherren nun aufmachten, ergaben sich für die Gäste zahlreiche Konterchancen. Die beste Möglichkeit vergab Mohammed Lartey, der eigentlich schon vor dem leeren Tor stand. Das sichere 0:2 vor Augen, scheiterte Lartey dann doch noch an Keeper Klömich, der die Kugel noch am Pfosten vorbei lenkte. Stier war wenig später zu eigensinnig und schoss von der Strafraumkante lieber selbst, anstatt den vollkommen frei stehenden Stephen Kanu Famewo anzuspielen. Doch es reichte trotzdem zum Sieg! (JSp)