Landesliga Hammonia: Kyrmanidis über seine Ziele


Bereits am Montag stellte der Harburger Türksport mit Pavlos Kyrmanidis seinen neuen Chefcoach, der den vor drei Wochen entlassenen Hasan Davulcu beerbt, vor (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link). Nun sprach SportNord mit dem 47-jährigen Griechen, der zuletzt die A-Jugend der FSV Harburg betreute und beim abstiegsbedrohten türkischen Klub sein erstes Amt im Herren-Bereich antritt, über seine Ziele ...


SportNord: Wie kam der Kontakt zwischen Ihnen und dem Harburger Türksport zustande?
Pavlos Kyrmanidis: "Ein Bekannter von mir, dessen Sohn lange Jahre in der Jugend unter mir Fußball gespielt hat, fragte bei dem Verein an, ob Interesse bestünde. Dann haben wir uns zusammengesetzt, ein Gespräch geführt - und ich habe die Vereinsverantwortlichen offenbar überzeugt ..."

SportNord: Werden Sie bereits am Sonntag im Gastspiel beim TSV Uetersen oder erst nach der Winterpause auf der Trainerbank Platz nehmen?
Kyrmanidis: "Ich habe am heutigen Mittwoch mein erstes Training mit der Mannschaft geleitet und werde in Uetersen an der Seitenlinie stehen. Ich erwarte im Rosenstadion keinen Einstand mit Sonnenschein, denn Uetersen ist sehr stark. Alles andere als eine Niederlage wäre für uns eine Überraschung ... Doch der Verein war sehr froh, dass ich schon so kurzfristig zur Verfügung stehe."

SportNord: Wie optimistisch sind Sie, dass der Klassenerhalt erreicht werden kann?
Kyrmanidis: "Zunächst einmal muss ich bei den Spielern wieder das Interesse wecken! Fußballspielen können alle unsere Akteure, nur am Mannschaftsgeist und Miteinander fehlte es zuletzt. Sicher auch bedingt durch die Querelen im Umfeld kamen einige Spieler nicht mehr gerne zum Training, der Zusammenhalt litt unter den Unruhen. Ich muss und werde nun schnell Ordnung reinbringen und dafür sorgen, dass sich die Spieler untereinander wieder in die Augen schauen können. Und natürlich wollen wir den Abstieg unbedingt vermeiden!"

SportNord: Könnte es Probleme geben, da Sie Grieche sind, während fast alle Ihrer Spieler türkischer Herkunft sind?
Kyrmanidis: "Nein, da wird es ganz sicher keine Schwierigkeiten geben. Viele der Spieler kenne ich bereits von früher. In den Jugend-Mannschaften, die ich trainiert habe, haben auch immer viele türkische Jungs gespielt. Ich habe oftmals auch ihre Eltern kennen gelernt, und das lief immer sehr harmonisch ab. Glauben Sie mir: Das wird unser geringstes Problem sein!"

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