Kreisliga 8: Sommer-Elf siegt klar im Reserve-Derby


In diesem Sommer wechselten gleich mehrere Spieler vom frisch gebackenen Oberliga-Neuling FC Union Tornesch zum West-Bezirksligisten Heidgrabener SV – schließlich trennen die Sportplätze der beiden Vereine auch gerade einmal vier Kilometer. Am Sonntag kam es in der Kreisliga 8 zum Derby der Reserve-Teams der beiden Klubs – und am Ende schlug der FC Union Tornesch II den Heidgrabener SV II klar mit 6:1.

Sechs Spieler mehr im Kader hatte die Union-Reserve, deren Trainer Christian Sommer „eine wirklich gute Leistung“ seines Teams gesehen hatte. Dagegen klagte HSV-Co-Trainer Ingo Höhns nach der vierten Niederlage in Folge „Wir haben leider den Tornescher Torjäger Jon Schwertfeger nicht in den Griff bekommen und unsere Spieler haben das, was wir als Verantwortliche vor dem Anpfiff gefordert hatten, nicht umgesetzt. So sah Sommer von Beginn an „klare Vorteile“ bei seinen Schützlingen, was er auch damit begründete, dass sie „das Derby angenommen“ hätten. In der 22. Minute ging die Heim-Elf in Führung: Kevin Bliesch eroberte im Mittelfeld stark einen Ball und fand „mit einem Traumpass in die Gasse“ (Sommer) den startenden Schwertfeger, der freie Bahn hatte – 1:0. Die Gäste glichen aber zügig aus: Ben Dieckmann schirmte die Kugel nach einem Einwurf gut ab und Chris Stief lupfte sie über Union-Keeper André Huppertz hinweg zum 1:1 in das Netz (24.). Doch kurz darauf gingen die Hausherren wieder in Front: Nach einem Steilpass von Jann-Phillip Gollnick wollte Schwertfeger mit einem Dribbling Luk Willi Weber-Klüver umspielen. Der HSV-Torwart hatte zwischenzeitlich eine Hand am Ball, den Schwertfeger dann aber zum 2:1 einschoss (30.) und beteuerte: „Ich habe den Keeper nicht getreten.“ Schiedsrichter Nils Stanetzek erkannte das Tor zum Entsetzen der Heidgrabener auch an.

Noch längere und hitzigere Diskussionen gab es kurz darauf beim 3:1, denn zuvor war Gäste-Akteur Joshua Rockel nach einem Luftkampf im Union-Strafraum zu Boden gegangen. „Da hätten wir einen Elfmeter bekommen müssen – und dann hätte es sehr wahrscheinlich 2:2 und nicht 3:1 gestanden“, haderte Höhns. Derweil verteidigte Sommer seine Schützlinge dafür, dass sie den Ball nicht in das Aus schlugen, obwohl Joshua Rockel verletzt am Boden lag: „Erst haben die Heidgrabener selbst weitergespielt – das haben wir, nachdem wir den Ball erobert hatten, dann auch gemacht.“ Der Tornescher David Grabke fand mit einem langen Pass Schwertfeger, der so über Weber-Klüver hinweg flankte, dass Gollnick nur noch zum 3:1 eindrücken musste (37.). Kurz vor der Pause fiel das 4:1, als Marcel Lambert zu Bliesch passte, dessen 22-Meter-Flachschuss genau passte, wodurch Bliesch im dritten Spiel in Folge traf (44.).

Im zweiten Durchgang vergaben die Hausherren zahlreiche gute Chancen – unter anderem klatschte Schwertfegers Seitfallzieher an die Lattenunterkante und dem eingewechselten Kai Fröhlich versprang ein Ball bei einem schönen Solo in das Aus. Zwei Tore legte Schwertfeger aber noch nach: Erst traf er nach Marcel Lamberts starker Aktion auf der linken Seite und Kai Fröhlichs Verlängerung (69.), ehe er einen weiteren Bliesch-Pass zu seinem vierten Tor des Tages und zum 6:1-Endstand veredelte (83.). „Da wir ein klares Chancen-Plus hatten, haben wir verdient gewonnen“, freute sich Sommer nach dem dritten Heimsieg in Folge und dem zehnten ungeschlagenen Liga-Auftritt hintereinander.

 Redaktion
Redaktion Artikel