Kreisliga Plön: Fern-Duell zwischen SG und Dersau


Am Freitag, 4. Juni, steht in der Kreisliga Plön der 30. und letzte Spieltag an. Während mit dem Schlusslicht TV Grebin und dem Vorletzten SV Probsteierhagen die beiden Absteiger in die A-Kreisklasse bereits gefunden wurden, ist der Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga Nord-Ost noch offen. Der Spitzenreiter SG Ascheberg-Kalübbe geht dabei mit zwei Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten ASV Dersau in die letzte Runde.

Klar ist: Wenn Ascheberg-Kalübbe sein letztes Saison-Spiel gegen den Tabellen-Siebten TSV Wentorf (Anpfiff: 19 Uhr im Ascheberger Seestadion gewinnt, hat es den Titel sicher. Die Dersauer wiederum müssen zeitgleich beim Rang-Vierten Raisdorfer TSV gewinnen, um noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Und sollte Ascheberg-Kalübbe gegen Wentorf nur ein Unentschieden erreichen, wäre Dersau, das momentan im Vergleich mit der SG die um zehn (!) Treffer bessere Tordifferenz aufweist, mit einem Sieg auf dem Gerd-Scheerenberger-Platz in Raisdorf Meister. Klar ist bereits, dass der Plöner Vizemeister keine Aufstiegsspiele mehr gegen die Vizemeister der Kreisliga Kiel (Suchsdorfer SV) und der 1. Kreisliga Rendsburg/Eckernförde (TSV Lütjenwestedt oder TSV Vineta Audorf) absolvieren wird: Dadurch, dass aus der Schleswig-Holstein-Liga mit dem SC Comet Kiel und TSV Altenholz mindestens zwei Teams in die Verbandsliga Nord-Ost absteigen (der TSV Klausdorf könnte das dritte werden), ist hier definitiv kein Platz für einen zusätzlichen Aufsteiger frei.

Ärgerlich aus Dersauer Sicht: Sie hätten im Fern-Duell mit Ascheberg-Kalübbe die besseren Karten, denn beide Teams wären punktgleich, wenn die SG-Verantwortlichen nicht eine Umwertung des am 13. April erreichten 2:2-Unentschiedens beim Preetzer TSV II in einen 2:0-Sieg erreicht hätten (bei den Preetzern spielte ein nicht spielberechtigter Akteur mit). Allerdings muss sich Dersau auch an die eigene Nase fassen, wenn es am Ende nur Vizemeister werden sollte: Nachdem der ASV die SG am 25. Juli 2009 in der Ersten Runde des Plöner Kreispokals noch mit 3:2 geschlagen hatte, gewann Ascheberg-Kalübbe beide Punktspiele (2:0 daheim am 15. November 2009, 1:0 im Dersauer Waldstadion am 15. Mai). Und so scheint es sich für die SG-Macher zu lohnen, dass in der Winterpause Guido Gehrke (38), der einst für den TuS Felde und die KSV Holstein Kiel höherklassig kickte, verpflichtet wurde. Neben Stürmer Peter Michalski (27, einst drei Regionalliga-Spiele für Kiel) ist Gehrke der zweite Akteur mit Drittliga-Erfahrung in den Reihen von Ascheberg-Kalübbe.

(JSp)

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