
Der Kunstrasenplatz an der Schulauer Straße war am Sonntag kein gutes Pflaster für die vermeintlichen „Favoriten“ in der Kreisliga 7: Der als Tabellen-Zweiter angereiste SC Union 03 kassierte eine in dieser Höhe unfassbare 0:6-Klatsche beim Rang-Zwölften SC Cosmos Wedel ‒ und anschließend musste sich der als Rang-Vierter angetretene Heidgrabener SV II beim Tabellen-13. FC Roland Wedel II mit 2:6 geschlagen geben. „Eine knappe Niederlage hätte ich angesichts unserer großen Personalnot akzeptiert − aber dieses klare Ergebnis tut weh“, sagte HSV-Coach Frank Rockel, der zahlreiche Ausfälle verkraften musste.
Da HSV-Stammkeeper Yannick Ersahin (verletzt) nur als Zuschauer in die Elbstadt gekommen war, hütete mit Helge Behrs der Torwart der Heidgrabener Senioren das Gehäuse. „Ein Gegentreffer ging auf seine Kappe, aber er hat auch einige Bälle gut gehalten“, erklärte Frank Rockel. Die Akteure der Roland-Reserve sprühten nur so vor Spielfreude und legten durch Hüseyin Ayik (18. Minute) sowie Baris Ayik (29.) eine 2:0-Führung vor. Diese egalisierten die Heidgrabener Marlon Rockel, dessen Schuss sein Mitspieler Marvin Piltz noch abfälschte (34.), und Dennis Malysz (37.) per Doppelschlag zum 2:2. Dann kamen die Hausherren ihrerseits zu zwei Treffern kurz hintereinander: Erneut Baris Ayik und Dervis Hayran (45.) sorgten für eine 4:2-Pausenführung. „Da waren wir nicht eng genug an unseren Gegenspielern dran“, haderte Frank Rockel.
Nach dem Seitenwechsel spielten die Hausherren weiter zielstrebig nach vorne und Baris Ayik erhöhte mit seinem dritten Tor des Tages auf 5:2 (49.). „Spätestens nach diesem Gegentor gingen die Köpfe einiger Spieler nach unten“, stellte Frank Rockel fest. Die Roland-Zweite legte durch Hüseyin Ayik (54.), Cemal Ayik (56.) und Yasin Özdemir (75.) noch drei weitere Treffer zum 8:2-Endstand nach, der für sie den höchsten Saisonsieg und für Heidgraben II zugleich die höchste Pflichtspiel-Niederlage in der knapp dreijährigen Team-Geschichte (von 2015 bis 2017 war die Mannschaft noch die Drittvertretung ihres Vereins) bedeutete.