Bezirksliga Nord: Wellingsbüttel dominiert beim VfL 93


Schon vor einer Woche führte eine derbe 1:5 Niederlage bei UH-Adler zu großer Ernüchterung auf Seiten des VfL 93.
Dass nun am Freitagabend eine weitere 1:6 Klatsche gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, den TSC Wellingsbüttel, folgte, ließ die Hoffnungen beim Aufsteiger vom Borgweg, am Ende über dem Strich zu stehen, erheblich schwinden. Jetzt fehlen den Schützlingen von Trainer Said Farhadi bei zwei noch zu absolvierenden Spielen bereits vier Punkte auf das rettende Ufer.

Für die Gäste vom Pfeilshof begann das Spiel nach Maß. Nach nur vier Spielminuten erreichte ein Ball aus der Tiefe den links durchstartenden Tobias Giesenschlag, der dann noch Torwart Patrick Heudt umkurvte und zur 1:0 Führung finalisierte. Wenig später stand den Hausherren das Glück Pate, als Nils Wigger mit einem Kopfball die Latte traf und auch im Nachsetzen den Ball nicht über die Linie bekam (8.).
Dass Absicherung nach hinten im Fußball auch eine Rolle spielt, schien dem hochstehenden Ensemble vom Borgweg weitestgehend fremd. Mehrfach spielte es so den Gästen in die Karten, die dann schnell und präzise den Weg nach vorne fanden. Nichtsdestotrotz stand es dann nach 20 Minuten plötzlich und in dieser Phase kaum zu erwarten 1:1. Die Gästeabwehr bekam den Ball nicht weit genug aus dem eigenen Sechzehner geklärt, was David Fabritius mit einem satten Schuss aus 12 Metern mit dem Ausgleich bestrafte. Dieser Treffer sorgte für einen kurzzeitigen Bruch im Spiele des TSC. Angriffsbemühungen der Hausherren blieben aber auch bis auf einen Kopfball von Fabritius (37.), der knapp sein Ziel verfehlte, überschaubar. Das Lauern der Gäste auf Fehler des VfL 93 in der Vorwärtsbewegung nutzten die viel abgeklärter wirkenden Wellingsbütteler dann nach 39 Minuten. André Houllon legte schließlich von der rechten Seite für Tobias Giesenschlag auf, der wie selbstverständlich aus kurzer Distanz das 2:1 markieren konnte.
Das Defensivdilemma, das sich durch alle Mannschaftsteile des VfL zog, verdeutlichte auch der dritte Streich des TSC. Nach einer Ecke von rechts – der Ball erreichte am langen Pfosten André Houllon – legte dieser per Kopf ab und Dominique Haertel vollendete per Kopfball zum 3:1 (43.). Dass es nicht gar 4:1 zur Pause stand, verhinderte nur eine knappe Abseitsstellung von Giesenschlag (45.+1).

Der mit Abstand beste Mann auf dem Platz, Wellingsbüttels Adrian Kortmann, der schon in Halbzeit eins auf der Achter-Position mit Ruhe und Klasse die Fäden zog, verpasste nach 50 Minuten den vierten Treffer der Gäste, als er an Keeper Patrick Heidt scheiterte. Der VfL 93 versuchte nun zwar, vorne für Akzente zu setzen, blieb dabei aber gegen die gute Abwehr harmlos. Das Spiel plätscherte vor sich hin bis Adrian Kortmann mit einem Kopfballtor (67.) für endgültig klare Verhältnisse sorgte. Bei den Hausherren ging nun gar nichts mehr. Kortmann krönte seine Leistung nach 73 Minuten, als er den Ball bei einem Freistoß aus 28 Metern oben rechts im Tor zum 5:1 einschlagen ließ. Paul Dähnhardt machte nach Vorlage von Joker Sven Eppel mit dem letzten Treffer des Tages das halbe Dutzend voll (82.).

Da der Hoisbütteler SV parallel im zweiten Spiel zweier weiteren Abstiegskandidaten mit 2:1 gegen Grün-Weiss Eimsbüttel die Oberhand behielt, bleibt es wohl am Tabellenende bis zum letzten Spieltag enorm spannend (siehe Link zur Tabelle im Norden).





hvp

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