
„Die Erfahrung hat den Ausschlag zugunsten des TSV Seestermüher Marsch gegeben.“ Dieses Fazit zog Stefan Puttmann, Betreuer des Moorreger SV, nachdem das Topspiel der A-Kreisklasse 5 gegen die Seestermüher am Sonntag mit 0:1 verloren gegangen war. Fakt ist: Während das TSV-Team mehrere Akteure, die von 2015 bis 2017 noch in der Bezirksliga West am Ball waren, sowie ihre ebenfalls erfahrenen, diesjährigen Neuzugänge Lars Tiedemann und Tim Tiedemann an Bord hatten, schickte MSV-Coach Frank Bielfeldt zahlreiche Talente ins Rennen, die sicher eine gute Zukunft vor sich haben, aber noch etwas unbedarft sind.
Den Zuschauern, die dem Regen zum Trotz den Weg in das Sportzentrum An’n Himmelsbarg gefunden hatten, wurden dort keine packenden Offensivszenen geboten. „Für den neutralen Beobachter war die Partie nicht schön anzuschauen“, gestand Stefan Puttmann, der hinzufügte: „Die beiden Mannschaften haben sich im Großen und Ganzen gegenseitig neutralisiert – es ging in der ersten Halbzeit mehr darum, das Geschehen zu kontrollieren, als zu agieren.“ In der 34. Minute köpfte Simon Fifka die Gäste aber nach einem Freistoß in Führung.
„Im zweiten Durchgang hätten wir den Ausgleich erzielen können“, erklärte Stefan Puttmann. Dem 1:1 am nächsten kam der eingewechselte Jonas Kaiser, dessen Vollspannschuss so brachial an die Latte krachte, dass das ganze Tor wackelte (92.). Auch MSV-Kapitän Christian Posern, der im Laufe der zweiten Halbzeit aus dem Mittelfeld in die vorderste Front gewechselt war, fehlte im Abschluss das nötige Glück. Auf der Gegenseite zielte ein Seestermüher, der schon an MSV-Keeper Daniel Rosenzweig – erhielt den Vorzug gegenüber Niklas Puttmann – vorbeimarschiert war, neben das verwaiste Gehäuse.
„Eigentlich hatte diese Partie keinen Sieger verdient“, befand Bielfeldt, dessen Team durch die dritte Saison-Niederlage auch im Klassement hinter die Seestermüher, die nun Rang-Dritter sind, auf den vierten Tabellenplatz absackte.