
Ein 4:3 ist im Fußball kein häufiges Ergebnis. Eigentlich. Denn der FC Roland Wedel triumphierte am Sonntag zum zweiten Mal hintereinander mit diesem Ergebnis. Eine Woche, nachdem die Roländer beim Heidgrabener SV mit 4:3 gewonnen hatten (SportNord berichtete), gelang ihnen nun ein 4:3-Erfolg beim starken Neuling FC Alsterbrüder II. Kurios: Am sechsten und am neunten Spieltag hatten die Elbstädter jeweils mit 3:4 verloren. Vorne hui, hinten pfui galt bei den Roländern auch am elften Spieltag beim 3:3-Remis gegen den Hetlinger MTV.
Auf dem Gustav-Falke-Kunstrasenplatz begannen die Gäste stark, doch vergaben sie in der Anfangsphase einige gute Chancen. „Eigentlich müssten wir schon mit 2:0 führen“, lautete nach 20 Minuten das Fazit von Mirco Seitz, dem Liga-Obmann der Wedeler. Dann verwirkte Gäste-Verteidiger Sjunne Bräuner durch eine laut Roland-Trainer Michael Fischer „absolut unnötige Aktion“ links im eigenen Strafraum an Dejan Glisovic, der im Laufduell mit Bräuner dankbar zu Boden ging, einen Foulelfmeter. Diesen verwandelte Sönke Schal von sich aus gesehen rechts halbhoch zum 1:0 – Gäste-Keeper Kadir Katran sprang zwar in die richtige Ecke, konnte den Ball aber nicht erreichen (24. Minute). Zwölf Zeigerumdrehungen später sprach Schiedsrichter Erol Sayan (vom SSV Rantzau) auch den Gäste einen Strafstoß zu, den Felix Mühlich zum 1:1-Pausenstand verwandelte.
Kurz nach dem Seitenwechsel traf Roland-Torjäger Mühlich auch aus dem Spiel heraus (1:2/49.). Als der Wedeler Kapitän Yannik Kurowski einen Doppelpack schnürte (52./85.), schien die Partie entschieden zu sein. Doch die FCA-Reserve, die vom dritten bis zum sechsten Spieltag ungeschlagener Tabellenführer der Bezirksliga West war, blies in der Schlussphase noch einmal zur Aufholjagd: Ein Eigentor von Bräuner (89.) sowie der eingewechselte Linus Mende (91.) verkürzten zum 3:4, was aber der Endstand war. „Dieses Mal war der Sieg etwas souveräner herausgespielt als in der Vorwoche. Dennoch wurde es zum Ende hin eng“, hieß es auf der Internet-Seite der Roländer, die vom vor- auf den drittletzten Platz kletterten. Dagegen verlor Alsterbrüder II zum dritten Mal in Folge und rutschte vom vierten auf den fünften Rang ab.