
Mit 1:5 unterlag der 1. FC Quickborn II am Sonntagmittag in der Kreisliga 8 dem FC Union Tornesch II. Was klar klingt, war in Wirklichkeit ein enges Duell zweier Reserve-Teams. „Das Ergebnis ist zu deutlich ausgefallen“, gab Union-Trainer Christian Sommer nach dem Abpfiff ehrlich zu. Aber: Weil sein Team im Kampf um Punkte nun schon seit elf Runden ungeschlagen ist (sieben Siege und vier Unentschieden), kletterte es auf den zweiten Tabellenplatz hinter den punktgleichen Spitzenreiter TuS Hemdingen-Bilsen.
Die Tornescher gingen auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des Holsten-Stadions schon in der zwölften Minute in Front: Auf der linken Seite gab es ein schönes Zusammenspiel von Auron Gashi und Marcel Lambert, der auf den langen Pfosten flankte, wo Jon Schwertfeger durchlief und zum 0:1 einschob. „Das schönste Tor des Tages haben dann aber die Quickborner geschossen“, gab Sommer ehrlich zu. Eine Flanke aus dem Halbfeld jagte Henrik Rohrmoser aus 20 Metern artistisch per Seitfallzieher in den Winkel. Chancenlos war hierbei Daniel Atohoun, der als Ersatzkeeper des Tornescher A-Jugend-Regionalliga-Teams erstmals im Herren-Bereich zum Einsatz kam. „André Huppertz fehlte krankheitsbedingt, André Lambert ist mit dem Bau seines Hauses beschäftigt, Björn Wege laboriert an einem Kreuzbandriss und Markus Erett ist laut Torwart-Trainer Jürgen Weckwert noch nicht soweit“, erklärte Sommer diesen Umstand.
Auch, weil Atohoun alle Bälle hielt, die in der Folge auf sein Tor kamen, ging es beim Stand von 1:1 in die Pause. In dieser wechselte Sommer neben dem verletzten Maximilian Willmer auch Hannes Nolden aus und stellte taktisch um. Als die Partie dann eine gute Stunde alt war, traf die Union-Reserve innerhalb von sieben Minuten dreimal, was Sommer „entscheidend für den Sieg“ nannte. Beim 1:2 profitierten die Gäste davon, dass FCQ-Keeper Jan-Malte Schmiedehausen einen Eckstoß von Jann-Phillip Gollnick fallen ließ – vielleicht auch, da ihm Marvin Valera Rojas die Sicht versperrt hatte. Marcel Lambert reagierte blitzschnell und versenkte den Abpraller aus Nahdistanz (62.). Schmiedehausen sah erneut schlecht aus, als er sich bei einer Hereingabe, die Gollnick aus dem linken Halbfeld mit rechts auf das Tor gezogen hatte, von Schwertfeger so irritieren ließ, dass der Ball direkt zum 1:3 in das Netz flog (66.).
Nur zwei Zeigerumdrehungen später wurde Kevin Bliesch bei einer weiteren Linksflanke von Gollnick im Luftkampf hart von zwei Quickbornern attackiert – ehe Forderungen nach einem Foulelfmeter laut werden konnten, hatte Schwertfeger den Abpraller aber schon per Seitfallzieher zum 1:4 versenkt. Kurz vor Ultimo erhöhte Bliesch, der in der Pause aus dem defensiven Mittelfeld auf die Rechtsaußenposition gewechselt war, nach einem Einwurf von Christian Ahrens sogar noch zum 1:5-Endstand (85.). Damit traf der lange Zeit torungefährliche Mittelfeldmann im vierten (!) Spiel in Folge und Sommer lobte: „Er hat einen unglaublichen Lauf.“ Für die Kicker der FCQ-Reserve besteht derweil kein Grund, die Köpfe in den Sand zu stecken – schon am kommenden Sonntag, 27. Oktober haben sie sicher gute Chancen, im zweiten Heimspiel in Folge gegen den TV Haseldorf auf die Erfolgsspur zurückzukehren