Kreisliga 8: Holstein-Heimsieg knapper als nötig


Gleich 180 Minuten lang stand Coach Alexander Koll am Sonntag neben dem Kunstrasen-Nebenplatz des Holstenstadions, um das dortige Geschehen zu verfolgen. Erst schaute er das Duell des Stadt- und Staffel-Rivalen 1. FC Quickborn II mit dem FC Union Tornesch II (1:5) an, ehe er seinen TuS Holstein Quickborn zu einem 2:1-Sieg gegen den TV Haseldorf führte. Dieser hätte höher ausfallen müssen, doch vergaben die Eulenstädter zahlreiche gute Chancen, weshalb sie am Ende zittern mussten. „Unter dem Strich geht der Sieg für den TuS Holstein aber in Ordnung“, betonte TVH-Trainer Benjamin Kälberloh, der seinem Gegenüber Koll gleich doppelt gratulierte: „Zum Sieg sowie dazu, dass er eine richtig gute und junge Mannschaft hat, der definitiv die Zukunft gehört.“

Weil Fikret Yilmaz, Sportlicher Leiter der Fußballer des TuS Holstein, schon am vorherigen Sonntag befürchtet hatte, dass die Stadt Quickborn den Rasenplatz im Holstenstadion sperren würde, war die Begegnung mit dem Einverständnis der Haseldorfer kurzfristig von 13 Uhr – da belegte die FCQ-Reserve noch den Kunstrasen – auf 15 Uhr nach hinten verlegt worden. Als der Ball dann endlich rollte, erwischten die Hausherren einen echten Traumstart. Weil TVH-Verteidiger Pieter Oßenbrüggen im eigenen Strafraum einen hohen Ball nicht per Kopf klärte, sondern ihn mit seinem Fuß wegschlagen wollte, wobei er den Quickborner Jonathan Hüneburg traf, entschied Schiedsrichter Björn Stein (vom TuS Germania Schnelsen) „völlig zu Recht“, wie Kälberloh betonte, auf Elfmeter. Diesen verwandelte Niklas Wolter unhaltbar für Gäste-Keeper Nils Heidmann knallhart zum 1:0 unter die Latte (2. Minute).

„Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mussten wir uns auf das Verteidigen konzentrieren“, berichtete Kälberloh. Während die Heim-Elf den Ball gut laufen ließ, habe sein Team „keinen richtigen Torschuss abgegeben“, wie der Coach einräumte. Auf der Gegenseite verzweifelten die Eulenstädter bei drei aussichtsreichen Chancen am stark reagierenden Heidmann. Kurz nach dem Seitenwechsel gab es den nächsten Rückschlag für die Haseldorfer: Als Joris Justin Lüchau, der bereits mit einer berechtigten Gelben Karte vorbelastet war, den Laufweg eines TuS-Spielers kreuzte und dieser zu Boden ging, zückte der sehr kleinliche Referee „Gelb-Rot“ (55.). Kurz darauf traf TVH-Verteidiger Nico Hamster den Quickborner Aman Eghtesadi, der nach einem Steilpass in den Gäste-Strafraum eindrang, woraufhin es den zweiten berechtigten Strafstoß gab. Nun trat Hüneburg an verlud Heidmann zum 0:2 (61.).

Damit schien die Partie entschieden zu sein. „In Unterzahl haben wir aber noch einmal alles riskiert“, berichtete Kälberloh, der von einer Vierer- auf eine Dreierabwehrkette umstellte. Als TVH-Torjäger Max Krüger den Ball aus 18 Metern per Bogenlampe unter die Latte jagte (80.), mussten die Quickborner beim Stand von 2:1 plötzlich wieder zittern. „Daraufhin haben wir alles nach vorne geworfen, aber leider den Ausgleich nicht mehr geschafft“, so Kälberloh, der seinen Schützlingen trotzdem attestierte, dass sie „eine gute Moral gezeigt“ hätten. Während die Schlosspark-Kicker als Rang-Zwölfter weiter knapp vor der Abstiegszone stehen, können Koll und seine Blau-Weiß-Roten als Tabellen-Fünfter bei nur zwei Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter TuS Hemdingen-Bilsen weiter auf die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga 8 hoffen.

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