Als Mann klarer Worte zeigte sich Christopher Schönhoff, Spielertrainer des SV Hörnerkirchen II, nach der 2:10-Heimpleite, die sein Team im Rahmen des vierten Spieltages der B-Kreisklasse 5 gegen Rasensport Uetersen II kassierte. „Raspo gehört nicht in diese Liga ‒ weder mit der Zweiten noch mit der Ersten Mannschaft“, sagte Schönhoff mit Blick darauf, dass nicht nur die mit zahlreichen bisherigen Landesliga-Spielern bestückte Liga-Mannschaft des neu gegründeten Vereins in der B-Kreisklasse 6 von Sieg zu Sieg eilt, sondern auch die Rasensport-Reserve, der fast ausnahmslos bisherige Bezirksliga-Kicker angehören, in der B-Kreisklasse 5 eine Klasse für sich verkörpert. „Diese Mannschaft nervt in unserer Staffel ‒ und ein Aufstiegsplatz ist weg“, haderte Schönhoff.
Ganz zufrieden war auch Christian Sommer, Trainer der Rasensport-Reserve, nach dem Gastspiel in Brande-Hörnerkirchen nicht: „Schon wieder zwei Gegentore“, seufzte er angesichts der Tatsache, dass sein Team auch im siebten Pflichtspiel seiner Geschichte nicht zu Null spielte. Dass er dafür zum zweiten Mal exakt zehn eigene Treffer bejubeln konnte, versöhnte den früheren Stürmer jedoch: „Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, urteilte Sommer, dessen Team auch die Tabellenführung in der B-Kreisklasse 5 von der SV Lieth II (nur 2:2-Unentschieden beim TSV Seestermüher Marsch II) übernahm. In der ersten Halbzeit übten die Gäste an der Schulstraße in Brande-Hörnerkirchen „sehr großen Druck aus“, wie Sommer berichtete. Jon Schwertfeger nutzte dies nach einem Pass von Nils-Marvin Schwarz (10.) und nach einer Flanke von Torben Rathlau (12.) früh zu zwei Toren. Einen lupenreinen Hattrick des Ueterseners verhinderte ein SVH-Verteidiger, der einen Schwertfeger-Schuss zum 0:3 über die eigene Torlinie grätschte (22.).
Dann bereitete Schwertfeger zweimal mustergültig vor für Schwarz (32., 58.), ehe Tobias Bjerre für die Reserve von „Höki“ zum 1:5 verkürzte (38.). Schließlich erzielte erneut Schwertfeger nach einem Querpass von Tim Tiedemann den 1:6-Pausenstand (40.). „In der zweiten Halbzeit haben wir etwas nachgelassen“, stellte Sommer fest. Rasensport-Torwart Stephan Müller hatte kurz nach der Pause Glück, dass er für ein Handspiel außerhalb seines Strafraums nur „Gelb“ sah (50.). „Hier hätte es die Rote Karte geben müssen, dann wäre das Spiel auch nicht zweistellig ausgegangen“, urteilte Schönhoff. Ein Foul des Ueterseners Patrick Laube wurde mit einem Elfmeter geahndet, den Dennis Petrich zum 2:6 verwandelte (66.). David Grabke nach einem Doppelpass mit Schwertfeger (70.), Erik Angrick nach einem Schwarz-Eckstoß (74.) und Jörg Dreier nach einem schönen Zuspiel von Schwertfeger (85.) erhöhten auf 2:9. In der Schlussminute traf der überragende Schwertfeger zunächst nur den Pfosten, nutzte den Abpraller aber, um mit dem 2:10 ein zweistelliges Ergebnis zu besiegeln. Schon zwei Wochen zuvor beim TV Haseldorf hatte die Rasensport-Reserve zweistellig gewonnen (10:3).