Landesliga Hammonia: Rinckens-Doppelpack schlägt Dobrucali


Seine ersten drei Partien unter der Regie von Trainer Ümit Dobrucali hatte TBS Pinneberg gewonnen: Den beiden Siegen im Dezember 2015, als Dobrucali erstmals an der Seitenlinie aushalf, folgte am Sonntag ein 2:0 gegen den FC Elmshorn. Am Mittwochabend musste sich nun aber auch Dobrucali erstmals geschlagen geben: Im Nachholspiel gegen den HEBC setzte es eine 2:4-Heimpleite. Dadurch bleiben die Kreisstädter in der Landesliga Hammonia sportliches Schlusslicht mit weiterhin vier Punkten Rückstand auf den rettenden 13. Rang.

Die TBS- und HEBC-Verantwortlichen waren sich schnell einig darüber, eine spätere Anstoßzeit im Tausch dafür, auf Grand spielen zu müssen, in Kauf zu nehmen, so dass an der Müssentwiete erst ab 19.30 Uhr, dafür aber auf dem Grandplatz der Ball rollte, weil es nur dort Flutlicht gibt. Dobrucali und Atalay Karul dirigierten vom Spielfeldrand aus viel und sahen in der achten Minute die erste gute Torchance ihres Teams, als Wojciech Krauze von halblinks aus einen Freistoß auf den langen Pfosten schlug, den Salih Koparan aber knapp am Ziel vorbeiköpfte. Fünf Minuten später schlug Vlado Grbic eine hohe Linksflanke in den Gäste-Strafraum, die HEBC-Keeper Tino Nennhaus aber mit einer Hand vor dem lauernden Stephan Adjouman klärte. In der 18. Minute gingen die Pinneberger jedoch in Führung: Als Konstantinos Papatrehas einen ruhenden Ball hoch in den Strafraum gebracht hatte, verlängerte Adjouman diesen zum 1:0 unter die Latte. Doch die Eimsbütteler schlugen zügig zurück: Als sich die Pinneberger einen falschen Einwurf geleistet hatten, schalteten die Hamburger schnell und eine Linksflanke von Mirko Wiedemann verlängerte Philipp Erdmann noch leicht gen langen Pfosten; TBS-Torwart Nick Obeng Gyateng kam nicht an den halbhohen Ball, den Jan Christian Geist rechts zum 1:1 eindrückte ‒ Grbic kam einen Schritt zu spät, als dass er den Torschuss noch hätte abblocken können.

Anschließend wogte die Partie weiter hin und her und in der Schlussphase der ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer noch zwei weitere Tore zu sehen. Zunächst gingen die Gäste in Führung, als Erdmann eine flache Hereingabe, die der agile Maximilian Kopp von links nach innen gegeben hatte, zum 1:2 versenkte (40.). Doch auch für die HEBCler hieß es „wie gewonnen, so zerronnen“, denn nun antworteten die Hausherren ihrerseits mit dem postwendenden Ausgleich: Der starke Fatih Simsek, den die Eimsbütteler oftmals nur mit Fouls, die nicht immer geahndet wurden, stoppen konnten, antizipierte bei einem Fehler der Gäste-Abwehr hervorragend und schob freistehend zum 2:2-Pausenstand ein. Nach dem Seitenwechsel hätten Adjouman und Fatih Simsek durchaus das 3:2 für TBS erzielen können, doch sie schossen jeweils knapp über die Latte oder scheiterten an Nennhaus. Die Pinneberger wollten mit aller Macht den erneuten Führungstreffer ‒ deshalb machten sie wohl etwas zu früh auf, was die abgeklärt spielende HEBC-Mannschaft eiskalt ausnutzte. Nach einem langen Pass gelang Janosch Rinckens das 2:3 (75.) und nur vier Minuten später war erneut Rinckens nach einem schönen Diagonalpass von Geist schneller als die TBS-Verteidiger und tunnelte Gyateng zum 2:4-Endstand.

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