
Am Montag, 27. Dezember, hatte sich Holger Rochow, Team-Manager des Hamburger Oberligisten Oststeinbeker SV, im Interview mit SportNord über die momentane Unruhe bei seinem Klub sowie die Vertragsauflösung mit Mittelfeldmann Lukasz Sosnowski (23) geäußert und dabei unter anderem gesagt: „... allen voran die Leitwölfe Michael Weiß und Florian Blohm, sind heilfroh, dass die Unruhestifter Sosnowski und Rabenhorst weg sind“ (siehe unten stehenden Link).
Nun wandten sich die beiden OSV-Spieler Florian Blohm (28) und Michael Weiß (28) an SportNord und baten um eine Klarstellung. Kapitän Weiß erklärte: „Die Aussage unseres Managers Rochow, dass Blohm und meine Wenigkeit heilfroh sind, dass Sosnowski dem Verein den Rücken kehrt, habe ich in keinster Weise getroffen. Ich habe dieses Interview mit großer Verwunderung gelesen ... Daraufhin habe ich Herrn Rochow angerufen und ihm mitgeteilt, dass dies eine Angelegenheit zwischen dem Verein und dem Spieler Sosnowski ist, in die er uns andere Spieler bitte nicht involvieren soll!“ Weiß, seit Juli 2007 am Meessen, fuhr fort: „Sowohl Marcus Rabenhorst als auch Sosnowski haben dem Verein sportlich weitergeholfen. Mit Sosnowski kann man klarkommen oder auch nicht, ich hatte mit ihm überhaupt kein Problem, und aus sportlicher Sicht werden uns sowohl Sosnowski als auch Rabenhorst sehr fehlen!“ Von SportNord auf die Situation in den letzten Wochen angesprochen, entgegnete Weiß, der in seiner Jugend beim VfB Stuttgart kickte: „Die letzten Wochen und die Eskalation, die es gab, waren wirklich heftig. Das Ganze fing klein an, hat sich dann aber sehr aufgebauscht – und ich möchte da zukünftig herausgehalten werden!“
Blohm betonte: „Ich möchte feststellen, dass ich zum Abgang von Sosnowski in keinster Weise Stellung bezogen habe. Ich habe weder mit den Verantwortlichen noch mit jemandem von der Presse über Sosnowski oder Rabenhorst gesprochen. Ich habe selbst von dem Wechsel auf SportNord.de erfahren. Ich schätze Sosnowski als Mensch und als Fußballer und bedauere, dass er die Mannschaft auf Grund von Streitigkeiten mit dem Verein verlässt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Punkte ausgeräumt worden wären und er der Mannschaft erhalten geblieben wäre!“ Defensivmann Blohm, der im Sommer 2007 vom VfL Lohbrügge nach Oststeinbek gekommen war, ergänzte: „Sosnowski hat uns fußballerisch auf jeden Fall weitergebracht und gehörte auch in unsere Stamm-Mannschaft. Dass es so auseinander gegangen ist, ist schade und kann nicht im Sinne des Vereins sein!“ Von SportNord gefragt, ob er so ein Theater wie in den letzten Wochen am Meessen schon einmal erlebt hätte, sagte Blohm, der in dieser Saison in allen 16 Oberliga-Spielen dabei war und dabei ein Tor schoss (beim 3:3 gegen den Niendorfer TSV): „Es ist eine blöde Situation und so schlimm war es wirklich noch nie. Ich hoffe,dass nicht zu viele Spieler aus dieser Situation Konsequenzen ziehen ...“
(JSp)