
Zugegeben: Der FC Elmshorn klopft als Spitzenreiter der Oberliga Hamburg ans Tor zur Regionalliga Nord, ist aber trotzdem noch weit von einer Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb entfernt. Dass am Dienstag, 9. April dennoch so etwas wie „Europapokal-Atmosphäre“ an der Wilhelmstraße herrscht, liegt an einer kuriosen Ansetzung des Hamburger Fußball-Verbandes: Die Elf von FCE-Coach Achim Hollerieth (Spitzenreiter mit 51 Punkten) empfängt um 19.30 Uhr nämlich den SV Rugenbergen (Tabellen-Neunter mit 29 Zählern) zur seit dem zehnten Spieltag offenen Hinrunden-Nachholpartie – jenen SVR, bei dem sie erst am Sonnabendnachmittag das offizielle „Rückspiel“ mit 4:0 gewonnen hatte. „Nach unserem vorherigen 0:0-Unentschieden gegen den TSV Buchholz 08 war dieses 4:0 ein wegweisender Sieg“, jubelte FCE-Team-Manager Eugen Igel.
Zur Pause stand es in Bönningstedt noch 0:0. „Das war auch in Ordnung so, weil wir in der ersten Halbzeit nicht alles abgerufen haben und Rugenbergen gleichwertig war“, so Igel. Im zweiten Durchgang konnten die Gäste aber zulegen: „Da haben wir unser wahres Gesicht gezeigt und einen am Ende etwas zu hohen Sieg herausgespielt“, berichtete Igel, der die „entscheidenden Spieler“ vor allem in Milos Ljubisavljevic, der ein Tor vorbereitete und eines selbst erzielte (63.), sowie Tim Jeske, der doppelt traf (66., 78.), sah. Für den 4:0-Endstand sorgte Jan Lüneburg (80.), der in der Pause eingewechselt wurde. Nun darf man gespannt sein, wie das „Hinspiel“ endet: Kann SVR-Coach Ralf Palapies an seiner früheren Wirkungsstätte (von 1997 bis 2003 spielte er für den FCE-Vorgängerverein Raspo Elmshorn) etwas Zählbares mitnehmen, oder bauen die Krückaustädter ihre Tabellenführung weiter aus?
(JSp)