
Nachdem der TSV Sparrieshoop in diesem Sommer zahlreiche Liga-Spieler verlor, gab es im Kreis Pinneberg schon Gerüchte, dass die Klein Offensether sich vom Spielbetrieb der Kreisliga 8 zurückziehen könnten. Am Sonnabend trat das TSV-Team aber im Rahmen des ersten Spieltages beim Heidgrabener SV II an – und zog sich dort deutlich besser aus der Affäre, als es vorab allseits erwartet worden war. Zwar verloren die Sparrieshooper mit 0:1, doch hätten sie kurz vor Schluss bei drei guten Torchancen durchaus noch ausgleichen können. „Wenn es am Ende 1:1 ausgegangen wäre, hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, gab Frank Rockel, Coach der HSV-Reserve, unumwunden zu.
An der Uetersener Straße rollte auf dem Rasenplatz und nicht auf dem Kunstrasen, der eigentlichen Heimspielstätte der Zweiten Heidgrabener Herren, der Ball. „Das hat uns gewisse Probleme bereitet – auf dem Kunstrasenplatz hätten wir uns vermutlich leichter getan“, erklärte Frank Rockel. In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren zwar klare Vorteile, aber im Spiel nach vorne fehlte wiederholt die nötige Präzision. Die einzige Ausnahme gab es in der 18. Minute, in der Chris Stief halbrechts den Turbo einschaltete, dem Sparrieshooper Luca Manuel Pursche enteilte und den herausstürzenden TSV-Torwart Stephan Müller zum 1:0 überwand. „Viel mehr kam, abgesehen von einem Abseitstreffer, in der ersten Halbzeit aber auch nicht auf mein Tor“, betonte Müller, der bei den Sparrieshoopern eigentlich das Gehäuse der Alten Herren hütet.
Auch im zweiten Durchgang blieb es ergebnistechnisch eng: „Leider haben wir es versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen“, haderte Frank Rockel. Nachdem Nick Weinert knapp über das TSV-Tor geköpft hatte (70.), schnupperten die Sparrieshooper in der Schlussphase dreimal am 1:1, das HSV-Keeper Yannik Ersahin aber verhinderte. Überraschend wurde bei der Heim-Elf in der Schlussphase noch Ben Dieckmann eingewechselt, dessen Entzündung im Rücken zuvor zurückgegangen war. „Wir können deutlich besser spielen – aber am Ende zählen die Punkte“, urteilte Frank Rockel, während sich Astrid Zibull, Dritte Vorsitzende des „kleinen HSV“, mit folgender Weisheit verabschiedete: „Danach, wie wir gewonnen haben, fragt in drei Tagen kein Mensch mehr.“