Testspiel: Hansa schlägt HMTV in Heidenau


Als der SC Hansa 11 in der Saison 2018/2019 als Meister der Bezirksliga West in die Landesliga Hammonia aufstieg, schlug der den Hetlinger MTV zweimal knapp (1:0 daheim und 2:1 auswärts; SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link). Als die beiden Teams nun am Sonnabend zu Testzwecken im niedersächsischen Heidenau erneut aufeinandertrafen, gab es am Ende mit einem 4:3 wieder einen knappen Sieg für das Hansa-Team. Der neue Hansa-Co-Trainer Christian Wriedt war nicht mit dabei – der frühere Coach des HEBC hatte sich zwar auch auf die Autobahn 1 begeben, war jedoch nicht in Heidenau abgefahren, sondern nach Bremen weiter gereist, wo er einen Freund besuchte. „Wir sind aber sehr froh, dass wir Wriedt für uns gewinnen konnten“, erklärte Hansa-Obmann Engin Tuzcu am Rande der Partie, die kurzfristig zustande gekommen war: HMTV-Trainer Burak Bayram hatte nach der Absage des eigentlichen Gegners SV Halstenbek-Rellingen (ebenfalls Hammonia-Staffel) erst am späten Donnerstagabend Hansa-Coach Erkan Sancak angerufen, mit dem er gut befreundet ist – und der spontan zusagte.

Ein bitterer Nachmittag wurde es für Sören Raschke: Der Verteidiger, der erst in diesem Sommer vom Staffel-Rivalen SV Lurup zu den Hetlingern gewechselt war, verletzte sich erneut an seinem Knie. „Wir müssen abwarten, wie die Diagnose ist“, sagte Bayram. Der langen Pause zum Trotz ließen beide Mannschaften den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. HMTV-Neuzugang Okan Özütemiz (vom FC Roland Wedel) verpasste zunächst die frühe Führung, als er freistehend nicht selbst abzog, sondern Nico da Ros suchte, was misslang. Doch nach der folgenden Ecke, die die Hamburger schlecht klärten, fand Adnan Kubat mit einem perfekten Flugball Rückkehrer Harun Ileri (vom SV Eidelstedt), dessen Rechtsflanke da Ros mit einer sehenswerten Direktabnahme zum 1:0 versenkte (10. Minute).

Das 1:1, das Asare Kumi Poku Andy nach einer langen Linksflanke erzielte (22.), beantwortete Özütemiz, indem er nach einer Balleroberung von Flemming Christiansen und einem Querpass von Jan-Luca Bruckmann aus 18 Metern flach links einschoss (28.). Da Ros hatte sogar das 3:1 auf dem Fuß, traf aber von rechts aus spitzem Winkel nur die Latte, anstatt den mitgelaufenen Özütemiz zu bedienen (35.). Wenig später fiel nach einem Eckstoß das 2:2 (41.), wobei der Ball wie eine Ping-Pong-Kugel noch mehrmals abgefälscht wurde; letztlich war Denis Simeunovic der Torschütze und der Treffer zählte, auch wenn er unter Abseitsverdacht stand. Kurz darauf erfolgte der Pausenpfiff.

Im zweiten Durchgang kippte die Partie zugunsten des Hansa-Teams. „Da haben wir leider den Faden verloren und taktische Vorgaben missachtet“, tadelte Bayram seine Schützlinge. Vinko Pavlenka und Shawn Kevin Kuhnert legten für Sancaks Elf eine 4:2-Führung vor. Der eingewechselte Hetlinger Philipp Drews verkürzte noch zum 3:4-Endstand, nachdem Özütemiz einen Diagonalball gut abgelegt hatte. „Schade, dass in einer ansonsten sehr guten ersten Halbzeit unsere Chancenverwertung so katastrophal war“, haderte Bayram, der dem erst 18-Jährigen Christiansen ein Sonderlob aussprach. Auch Tuzcu machte sich „zufrieden“ auf den Heimweg und fand es „schön, dass wir endlich wieder spielen durften“.

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