Oberliga: Altona 93 beantragt Zulassung, ETV nicht

Altona 93 peilt den Aufstieg in die Regionalliga an.
(Foto-Credit: Johannes Speckner)

Nach dem im Mai 2024 erfolgten, sofortigen Wiederabstieg aus der Regionalliga Nord war beim Eimsbütteler TV der Wunsch auf eine baldige Rückkehr formuliert worden. Weil die Mannschaft aber von ihren ersten acht Pflichtspielen nach der Winterpause keines gewann – erst am vergangenen Freitagabend gelang mit einem 3:1 bei TuRa Harksheide der erste Liga-Sieg im Jahr 2025 –, wuchs der Rückstand auf den Spitzenreiter Altona 93 auf 16 Punkte an. Da diese Hypothek an sechs noch offenen Spieltagen nur noch theoretisch wettzumachen ist, verzichteten die ETV-Verantwortlichen darauf, beim Norddeutschen Fußball-Verband für die kommende Saison 2025/2026 eine Regionalliga-Zulassung zu beantragen.

Wie SportNord am Mittwochmittag erfuhr, reichten insgesamt 31 Mannschaften beim Nord-FV ihre Bewerbungsunterlagen form- und fristgerecht ein. Darunter ist ein Quartett aus dem Bereich des Hamburger Fußball-Verbandes. Neben den drei aktuellen Regionalligisten FC Eintracht Norderstedt, Hamburger SV II und FC St. Pauli II handelt es sich dabei um den Oberliga-Tabellenführer Altona 93. Obwohl auch das Team von 93-Trainer Andreas Bergmann zuletzt ebenfalls strauchelte – nur ein Sieg in den letzten fünf Auftritten –, hat es seine Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga damit sicher, sofern der Traditionsverein vom Verband einen positiven Zulassungsbescheid erhält. Im vergangenen Jahr waren die „Bergmänner“ in der Aufstiegsrunde am SV Werder Bremen II und am SV Todesfelde gescheitert.

Aus dem Gebiet des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes gibt es mit dem SV Eichede und dem Heider SV zwei Aufstiegsanwärter aus der Oberliga Schleswig-Holstein, deren Spitzenreiter FC Kilia Kiel verzichtete. Zudem beantragten die fünf aktuellen SHFV-Viertligisten, nämlich der 1. FC Phönix Lübeck, der VfB Lübeck, der SC Weiche Flensburg 08, der SV Todesfelde und Holstein Kiel II, eine Zulassung. Wie über die Kanäle der jeweiligen Vereine zu erfahren war, beantragten auch der SV Hemelingen, souveräner Spitzenreiter der Bremen-Liga, sowie mehrere Teams aus der Oberliga Niedersachsen – mindestens der HSC Hannover, der SV Atlas Delmenhorst, der TuS Bersenbrück, der BSV Schwarz-Weiß Rehden, der FSV Schöningen und der SC Spelle-Venhaus – eine Zulassung zur Regionalliga.

Die Verantwortlichen des FC Teutonia 05 hatten bereits Ende Februar bekanntgegeben, nach fünf Jahren in Deutschlands vierthöchster Spielklasse mangels Drittliga-Perspektive nicht mehr für die Regionalliga zu melden.

(Johannes Speckner)

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