
Der 8:0-Kantersieg des TuS Nortorf gegen die SG Bornhöved/Schmalensee vom 29. August war in dieser Saison bisher der deutlichste Sieg in der Verbandsliga Süd-West. Am Freitagabend stellte der SV Todesfelde II diesen Rekord ein ‒ mit einem 8:0-Sieg gegen eben jene Nortorfer. „Wir haben einen guten Tag erwischt und so Fußball gespielt, wie ich es mir vorstelle ‒ und wir haben unsere Chancen genutzt, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war“, erklärte SVT-Trainer Jan Jakobsen anschließend.
Dass die Nortorfer in der Abwehr mit einer Dreierkette agierten, war aus ihrer Sicht das falsche Mittel, worauf TuS-Trainer Fabian Doege schon nach 20 Minuten mit zwei Wechseln reagierte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Segeberger vor 155 Zuschauern bereits mit 3:0. Schon in der sechsten Minute gingen sie durch ein Traumtor in Führung: Maurice Uhlenbrock umspielte mit einer technischen Raffinesse den letzten TuS-Verteidiger und verwandelte dann eiskalt zum 1:0 (6.). „Das war wirklich schön anzuschauen“, lobte Jakobsen. Auch die nächsten beiden Tore waren gut herausgespielt, Rico Grotherr (16.) und Uhlenbrock (20.) vollstreckten. Dann verwandelte Uhlenbrock einen Foulelfmeter (Kevin Schramm war im Gäste-Strafraum gelegt worden) zum 4:0 (26.). Den 5:0-Pausenstand stellte Yannick Chaumont her, als er nach einem Freistoß einköpfte (33.).
Im zweiten Durchgang spielten die Hausherren weiter couragiert nach vorne. Uhlenbrock erzielte mit dem 6:0 sein viertes (!) Tor des Tages (52.). „Das gelingt einem auch nicht jeden Tag“, sagte Jakobsen dazu. Kevin Schramms herrlicher Lupfer über TuS-Torwart Lasse Maaß hinweg bedeutete das 7:0 (61.), ehe Philipp Dittmann nach einer schönen Kombination mit seinem 8:0 den besagten bisherigen Nortorfer Rekord einstellte (71.). „Auch den Zuschauern hat es Spaß gemacht, unserer Mannschaft zuzuschauen ‒ zumal sie kaum mit langen Bällen agiert, sondern quasi immer gut kombiniert hat“, lobte Jakobsen. Aus einer hervorragenden Mannschaftsleistung stachen neben Uhlenbrock auch noch Chaumont sowie Kay Reining, der in der SVT-Abwehr gut stand und die im bisherigen Saisonverlauf so starken Nortorfer Konter unterband, hervor.