Nach knapp fünf Monaten trat Rainer Wasielke als Team-Manager des Lüneburger SK mit sofortiger Wirkung zurück - "aus Zeitgründen", wie er gegenüber SportNord erklärte. Noch im Juli hatte Wasielke, der sich zuvor zwölf Jahre lang beim Harburger TB sowie kurzzeitig beim VfR Neumünster, SC V/W Billstedt und VfL 93 engagiert hatte, im SportNord-Interview (siehe unten stehenden Link) auf die guten Perspektiven des LSK hingewiesen ...
Und tatsächlich stellte sich mit Wasielke am Wilschenbruch der gewünschte Erfolg ein. Nach Jahren des stetigen Niederganges besitzt der Klub aus der Salzstadt in dieser Saison wieder eine Mannschaft mit Sieger-Mentalität und grüßt nach 14 Spieltagen von der Tabellenspitze der Niedersachsenliga Ost (vergleichbar mit der Hamburger Verbandsliga), obwohl das für den morgigen Sonntag angesetzte Spiel gegen den TuS Heeslingen witterungsbedingt abgesagt werden musste. Der Aufstieg in die Oberliga, den Wasielke sich insgeheim erhoffte (siehe Interview), war also keine Utopie!
Wie die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" jedoch in ihrer Ausgabe vom Sonnabend, den 26. November 2005, mitteilte, trat Wasielke nicht nur als Team-Manager zurück, sondern er wurde zudem auch von seinem Posten als geschäftsführender Gecellschafter der Lüneburger Sport- und Event-Gesellschaft entbunden. Die SEG hatte es der 1. Mannschaft des LSK, über dem noch immer das Damoklesschwert Insolvenz schwebt, wirtschaftlich überhaupt erst ermöglicht, in dieser Saison in der fünfthöchsten Spielklasse eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.
LSK-Präsident Manfred Harder betonte in der "Landeszeitung", man könne Wasielke in seiner Funktion als Team-Manager "nichts vorwerfen". Was aber ist mit seiner Rolle bei der SEG? Wasielke ist weiterhin einer von acht Gesellschaftern der Sport- und Event-Gesellschaft, deren Vorsitz er bis jetzt innehatte. "Wir waren unzufrieden mit der Tätigkeit von Herrn Wasielke", ließ SEG-Gesellschafter Hans-Dieter Rühaak ebenfalls in der Landeszeitung verlauten.
Abschließend stellen sich zwei Fragen: Welchem Verein wird der 39-Jährige Wasielke, der in Hamburg äußerst erfolgreich als Unternehmer tätig ist, zukünftig seine Zuneigung schenken? Und wie geht es beim LSK weiter? Die treue Anhängerschar der "Schwarz-Weißen" befürchtet Schlimmstes, nämlich dass die Truppe, die vom in Hamburg bestens bekannten Elard Ostermann trainiert wird, in der Winterpause auseinander bricht. Die LSK-Verantwortlichen teilten deshalb bereits am Freitag in einer Presse-Erklärung mit, dass sich "die notwendigen Personalentscheidungen nicht auf den Spielbetrieb auswirken werden" ...
Ein ausführliches SportNord-Interview mit Rainer Wasielke folgt in Kürze!