Landesliga Hammonia: Herrmann ist Germania-Manager


Germania Schnelsen, das sich in der Landesliga Hammonia mit rekordverdächtigen 80 Punkten aus 30 Partien souverän die Meisterschaft sicherte (SportNord berichtete, siehe unten stehenden Link), geht mit einem neuen Manager in die kommende Saison in der Oberliga Hamburg: Andreas Herrmann, langjähriger Liga-Spieler des Niendorfer TSV und Betreiber eines Sportgeschäfts in Niendorf, fungiert mit sofortiger Wirkung als Manager am Königskinderweg.

„Der Kontakt mit Germania ist bereits im letzten Jahr über den Team-Manager Holger Spethmann zustande gekommen“, so Herrmann, der auf Nachfrage von SportNord ergänzte: „Herrn Spethmann sowie Germanias Trainer Heino Stemmann kenne ich schon lange aus gemeinsamen Niendorfer Zeiten, und sie haben ja auch einige Spieler mit von Niendorf nach Schnelsen genommen ...“ Herrmann versorgte mit seinem Geschäft das Germania-Team in dieser Saison mit Sportartikeln aller Art, „und dann bin ich plötzlich gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, Manager zu werden“, so Herrmann. Nun gab der 50-Jährige, der seine aktive Karriere vor drei Jahren nach zehn Spielzeiten in der Alt-Liga-Mannschaft des SC Egenbüttel beendet hatte, den Schnelsenern sein Ja-Wort.

Auch dadurch, dass sich der bisherige Liga-Obmann Ingo Prüfer mit dem Ende dieser Saison vom Königskinderweg zurückzog, findet bei Germania nun eine Neuordnung statt. „Wir werden am Dienstag, 8. Juni, zusammensitzen und die Aufgaben-Bereiche genau verteilen“, so Herrmann, der aber schon jetzt klarstellte: „Herr Spethmann bleibt Team-Manager, und um ihn herum wird es sicherlich noch drei Personen geben, die im Umfeld der Liga-Mannschaft arbeiten!“ Sich selbst sieht Herrmann dabei nicht als Liga-Obmann: „Ich werde ganz klar als Manager betitelt und versuchen, mehr Struktur bei Germania hereinzubringen. Wir werden einen Jahres-Plan mit allen Terminen erstellen, und ich werde alle Veranstaltungen rund um das Team herum organisieren und planen!“

Als Manager wird Herrmann „auch für die Spieler-Verpflichtungen verantwortlich sein“, und neben Manuel Kaladic (28, vom Oberliga-Absteiger SV Lurup) konnte er mit Defensivmann Volkan Aktan (24) sowie den Mittelfeldkräften Björn Nadler (24) und Mert Özel (20, alle vom zukünftigen Liga-Rivalen Altona 93), Verteidiger Dennis Weber (21, vom Oberliga-Absteiger TSV Uetersen) und Angreifer Kai Steinhöfel (20, vom Oberliga-Konkurrenten SC Concordia) bereits sechs Neuzugänge bekanntgeben. Beim NTSV ist Herrmann übrigens noch als Trainer tätig: „Vor drei Jahren wollte ich das Mädchen-Team, in dem meine Tochter spielt, für drei Wochen übernehmen ... Und nun betreue ich das A-Juniorinnen-Team immer noch und werde das auch bis 2011 noch tun“, so Herrmann.

Der neue Germania-Manager stellte klar, dass sein Klub in der kommenden Saison keinesfalls kleine Brötchen backen wird: „Wir sind kein gewöhnlicher, sondern ein absolut außergewöhnlicher Aufsteiger – und deshalb lautet unsere Zielsetzung ein Platz im oberen Tabellen-Drittel!“ Dazu, dass die Schnelsener zuletzt die Landesliga-Saison ungeschlagen überstanden (neben 25 Siegen gab es fünf Unentschieden), sagte Herrmann: „Ich war bei vielen Spielen dabei, und das Team ist kaum einmal ernsthaft gefordert worden. Im Oddset-Pokal hat es in der Dritten Runde gegen Niendorf nach 20-minütiger Eingewöhnungsphase gut mitgehalten und in der Vierten Runde gegen Eintracht Norderstedt nur sehr unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren ... Und weil es nun kaum Abgänge gibt und das Team gut verstärkt wurde, gucken wir sehr zuversichtlich auf die neue Saison!“

(JSp)

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