
An den ersten vier Spieltagen der Kreisliga 7 war der SC Teutonia 10 II, immerhin Tabellen-Dritter der vergangenen Saison, oft unter Wert geschlagen worden und hatte nur einen einzigen Punkt geholt. Am Sonntagvormittag betrieb die Teutonia-Reserve nun nach zuvor drei Niederlagen in Folge erfolgreiche Frustbewältigung und ließ es richtig krachen ‒ mit einem 7:2-Kantersieg gegen den Neuling Heidgrabener SV II wurde der erste „Dreier“ sehr souverän und deutlich eingefahren. „Dieses Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg und ist für uns natürlich schmerzhaft“, sagte HSV-Coach Frank Rockel.
Die Teutonen, die auf einen deutlich höheren Altersschnitt kamen als die jungen Heidgrabener, nutzten laut Frank Rockel „ihren Erfahrungsschatz“ und legten zunächst eine 3:0-Führung vor. Christian Maier (14. Minute), Akif Can Aytac (27.) und Mahir Akter (35.) waren dabei erfolgreich. Dann verkürzte Björn Deinert, der bei den Gästen den angeschlagenen Marvin Kummerfeldt ersetzte, kurz vor der Pause zum 3:1 (45.). Nach dem Seitenwechsel pfiff Schiedsrichter Robert Friedhelm Karus (vom SC Hansa 11) ein weiteres Gäste-Tor ab und entschied stattdessen auf Foulelfmeter für die Gäste; diesen verwandelte Jan-Niclas Galke sicher zum 2:3 (53.). Doch im direkten Gegenzug gab es einen laut Frank Rockel unberechtigten Eckstoß für die Heim-Elf, den die HSV-Reserve nicht weit genug klärte. So konnte Serhat Hüsnü Ünlüer aus 22 Metern halbrechter Position Maß nehmen und den Ball per Direktabnahme in die lange Ecke jagen ‒ Gäste-Akteur Ben Dieckmann störte ihn dabei nicht wirklich (54.).
Beim 5:2 von Elvis Muratovic (68.) wollte Frank Rockel eine Abseitsposition gesehen haben, doch der Treffer zählte. Vincenzo Crispi (74.) sowie erneut der quirlige Ünlüer (86.) erhöhten noch zum 7:2-Endstand. Frank Rockel suchte anschließend die Schuld nicht beim Referee: „Wir haben uns das Ergebnis selbst zuzuschreiben.“ Von den Teutonen kann, wenn sie weiterhin so spielen wie am Sonntag, in dieser Saison noch Einiges erwartet werden.