Zwölf Jahre lang war Uwe Krampitz für den VfL Pinneberg als Betreuer, Zeugwart und Masseur tätig - doch mit dem Ende dieser Saison scheidet er beim VfL aus. "Zwischen Liga-Obmann Bodo Bruse und mir gab es immer wieder Differenzen und Probleme - und als der Vorstand darauf aufmerksam wurde, hat er beschlossen, dass ich gehen muss", erklärte Krampitz gegenüber SportNord.
Die Meinungsverschiedenheiten mit Bruse möchte Krampitz "nicht näher erläutern, um das Image des Klubs nicht zu beschädigen", sagt dann aber: "Es gab viele kleine Differenzen - Herr Bruse hat mir vor allem bei Angelegenheiten, die mich als Zeugwart betrafen, reingeredet und Probleme gemacht!" Das letzte halbe Jahr war wegen den Differenzen mit dem Liga-Obmann für Krampitz "sehr unerfreulich", und rückblickend sagt er: "Bei fast jedem Training und Spiel habe ich mich geärgert und es gab unschöne Diskussionen - da ging mir die Freude am Fußball verloren!"
Dennoch ist Krampitz traurig über das Ende seiner VfL-Zeit: "Ich kann meine Emotionen mittlerweile wieder im Zaum halten, aber unmittelbar nachdem mir der Vorstand mitgeteilt hatte, dass ich am Saisonende gehen muss, war ich wirklich sehr, sehr traurig. Aber leider war es so, dass Herr Bruse kein Interesse daran hatte, gut mit mir auszukommen - die Chemie zwischen uns stimmte einfach nicht!" Zumindest konnte sich Krampitz zuletzt mit den VfL-Spielern über den Klassenerhalt freuen: "Dass es nach unserer guten Hinrunde noch einmal so eng werden würde, hatte ich nicht erwartet", gibt der Betreuer zu.
Von der Mannschaft, die er nach dem 3:2-Sieg beim HEBC von seinem unfreiwilligen Ausscheiden im Sommer unterrichtete, wird sich Krampitz am heutigen Mittwoch verabschieden: "Coach Michael Fischer lässt ausnahmsweise das Training ausfallen, und so werden wir uns zu einem Grillabend im Vereinsheim des TuS Esingen, das meine Frau bewirtschaftet, zusammenfinden", berichtet Krampitz. Darüber, was er zukünftig machen wird, hat Krampitz sich noch nicht entschieden: "Es gab einige Anfragen, aber ich warte erst einmal ab!"
Obwohl Krampitz auf Nachfrage von SportNord betonte, er habe "von Handball eigentlich keine Ahnung", ist es durchaus möglich, dass er die Sportart wechselt und zukünftig die Esinger Handballer, die gerade in die Regionalliga aufstiegen, betreut ...